Sturm nach dem 1:1: "Jeder Gegner stellt den Mannschaftsbus hinten rein"
Viele Angriffe, wenig Topchancen für Sturm auch gegen die Austria.
Glücklich war in Graz nur der Finanzvorstand: Gegen die Wiener Austria kamen fast 15.700 Zuschauer, die Merkur Arena war einmal mehr ausverkauft. An den enthusiastischen Fans lag es nicht, dass Meister Sturm zum vierten Mal in Folge remisierte. Auch dieses Mal war mehr als ein 1:1 möglich.
Auch wenn die Steirer zehn Spiele unbesiegt sind, recht freuen konnte man sich nicht. "Insgesamt ein sehr enttäuschender früher Abend", sagt Trainer Fabio Ingolitsch. "Ein Hoppala, zwei Aussetzer bei Standards, dann kassierst du Gegentore."
Das Hauptproblem ist aber die Offensive. Auch dieses Mal fiel der Ausgleich durch Paul Koller aus einem Standard - Sturm hat nun seit vier Spielen keinen Treffer aus dem Spiel erzielt. Die beiden Tore gegen den LASK erzielte Otar Kiteishvili jeweils aus einem Elfer. "Wir müssen zwingender werden, uns einfach mehr Chancen herausarbeiten. Und dann vor dem Tor effizienter werden", sagt Ingolitsch.
Für Ingolitsch ist dies nicht einfach. "Jeder Gegner, der nach Graz kommt, rührt den Beton an und stellt den Mannschaftsbus hinten rein, spielt defensiv", sagt Ingolitsch, der aber weiß: "In Salzburg wird es anders, auch die Salzburger versuchen offensiv zu spielen."
Zufrieden ist Ingolitsch mit Paul Koller: "Der Pauli hat sich hier nahtlos eingefügt und macht seine Sache sehr souverän. Er ist ein Spieler, auf den man sich verlassen kann und der sehr professionell ist. Vor allem er und Vallci haben der Mannschaft viel Stabilität gebracht."
Fakt ist, dass Sturm die Tabellenführung an den LASK verlor. "Das taugt mir überhaupt nicht, weil wir es nun nicht mehr aus eigener Kraft schaffen können", sagt Jacob Hödl.
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