Sturm besiegt den WAC, wieder VAR-Aufregung in Altach

Sturm besiegt den WAC, wieder VAR-Aufregung in Altach
Die Grazer drehen gegen die Kärntner einen 0:1-Rückstand. Altach besiegt Hartberg trotz eines nicht gegebenen Elfmeters.

Sturm Graz bleibt als erster Verfolger von Serienmeister Salzburg konstant. Die Steirer feierten am Sonntag einen 3:2-Sieg gegen den WAC und damit den sechsten Erfolg in Serie in der Bundesliga. Und das trotz eines 0:1-Rückstandes. 

Tai Baribo hatte die Gäste in der 25. Minute in Führung gebracht. Nach dem Rückstand zur Pause drehten die Grazer vor den Augen ihres Ex-Stürmers Rasmus Höjlund, der zur Verabschiedung gekommen war, dann richtig auf. Joker Kiteishvili (48.), Innenverteidiger Borkovic per Kopf (51.) und Stürmer Ajeti (54.) drehten die Partie innerhalb von nur sechs Minuten völlig. Thorsten Röcher gelang am Ende noch der Anschlusstreffer für die Kärntner (91.).

Eine knappe Partie war die Angelegenheit zwischen dem Letzten (Altach) und dem Vorletzten (Hartberg) der Liga im Ländle. Dabei schafften die Vorarlberger den Sprung vom Tabellenende durch einen verdienten 1:0-Sieg gegen die Steirer. Goldtorschütze war Atdhe Nuhiu in der Nachspielzeit (92.).

Elfmeter-Alarm

Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gastgeber aber schon durchaus in Führung liegen können und ärgerten sich vor allem über eine Schiedsrichter-Entscheidung. Vor einer Woche erst hatte es in Altach Aufregung um einen nicht gegebenen Strafstoß für Salzburg gegeben. Diesmal waren die Vorarlberger selbst die Leidtragenden.

Was war passiert? Bereits in der 47. und 85. Minute hatte es Elfmeter-Alarm im Strafraum der Gäste aus der Steiermark gegeben. Zuerst hatte Schiedsrichter Untergasser nach einem wohl unabsichtlichen Handspiel von Kainz auf Strafstoß entschieden und nahm diesen nach VAR-Intervention und Videostudium wieder zurück.

Bei der zweiten Szene fünf Minuten vor Spielende war es dann umgekehrt. Hartbergs Sonnleitner war bei einer Flanke von Bukta am klar vom Körper weggestreckten Arm getroffen worden. Der Unparteiische entschied diesmal allerdings weder im Spiel, noch nach VAR-Intervention und Ansicht der Bilder auf Strafstoß.

Die Altacher allerdings wandelten ihren Ärger in Energie um und drückten weiter auf den Siegestreffer. Bis Nuhiu in Minute 92 schließlich erfolgreich war.

Stimmen zu den beiden Spielen

Christian Ilzer (Sturm-Trainer): „Es ist wichtig, in dieser Phase auch die Ligaspiele zu gewinnen. Es war kein einfaches Spiel. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht verstanden, wie das Spiel zu lösen ist. Es war eine aggressive Mannschaft vom WAC, die jeden Ball in unserer Aufbaulinie sofort unter Druck gestellt hat. Qualitativ hätte es, um aus diesem Ring rauszukommen, nur einen guten Pass gebraucht - dann wären die Räume sehr groß gewesen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit viel besser gelungen. Meine Leaderspieler haben verstanden, was zu tun ist.“

Robin Dutt (WAC-Trainer): „Natürlich müssen wir unsere Fehler bei den Gegentoren analysieren. Aber Sturm Graz ist auch eine Mannschaft, die sich diesen Zuordnungen gut entziehen kann. Bei 1:3 gibt man die Restverteidigung auf, das hat trotzdem ganz gut geklappt. Wir müssen jetzt vier Ausfälle in der Fünferkette abfangen.“

Miroslav Klose (Altach-Trainer): „Es war für mich heute brutal, auch wegen dem Schiedsrichter. Aber wenn man das entscheidende Tor in der letzten Minute schießt, ist es umso schöner. Wir werden jetzt weiterhin an uns arbeiten und versuchen, Stück für Stück besser zu werden.“

Klaus Schmidt (Hartberg-Trainer): „Das tut extrem weh. Das sind Nackenschläge, die schwierig zu verdauen sind, aber wir müssen das wegstecken, wieder die Kräfte mobilisieren und nach vorne schauen. Es war von der ersten Minute an eine zache Partie, wir haben keine Spritzigkeit reingebracht, aber Altach auch nicht. Swete und Heil haben sich disziplinäre Verfehlung geleistet, deshalb sind sie heute daheimgeblieben.“

Kommentare