Spielt Österreich mit einem Quartett im europäischen Herbst mit?

Wichtiges 3:0: Grüll (re.) mit seinem ersten Europacup-Tor
Mit den überzeugenden Hinspielsiegen von Rapid und dem LASK haben sich die Chancen auf vier Starter in den Gruppenphasen erhöht.

Vier Vereine in einer europäischen Gruppenphase – das ist bisher der Höchstwert für Österreichs Bundesliga. Und diese Spitze kann Ende August erneut erreicht werden, obwohl die Austria bereits ausgeschieden ist. Nach den Hinspielsiegen von Rapid (3:0 gegen Famagusta) und dem LASK (1:0 bei Novi Sad) ist der Ausblick auf einen europäischen Herbst positiv.

Ein Überblick, weil sich durch die Einführung der Conference League im UEFA-Dschungel wieder einiges getan hat:

Salzburg hat bereits das Ticket für eine Gruppenphase gebucht. Sollte Brøndby im Play-off bezwungen werden, geht es wieder in die Champions League. Ansonsten darf der Meister in der verschlankten Europa League (32 statt 48 Teilnehmer) mitspielen.

Sturm profitierte vom Salzburger Double und hat das „Cupsieger-Ticket“ übernommen. Im Play-off zur Europa League (Startgeld 3,6 Millionen) scheinen die Hürden machbar: Mura schaffte in Slowenien nur ein 0:0 gegen Vilnius (Litauen). Sollten die Grazer straucheln, gibt es die neue Conference League (Startgeld 2,94 Millionen) als Trostpflaster.

Rapid kann als Vizemeister zwischen allen Stühlen landen und spart deswegen am Transfermarkt noch. Doch nach dem 3:0 gegen Zyperns Cupsieger kann Sportdirektor Barisic die Verhandlungen mit den von Trainer Kühbauer dringend erbetenen Verstärkungen intensivieren.

Spielt Österreich mit einem Quartett im europäischen Herbst mit?

Am Donnerstag soll im heißen Larnaca zumindest die Teilnahme an der Conference League fixiert werden. Im Play-off zur Europa League wartet Luhansk, der Dritte aus der Ukraine. Wiederholt sich das Famagusta-Trauma von 2008 doch noch, gibt es im Play-off zur Conference League eine letzte Chance. Den Gegner ermitteln Wroclaw und Beer Sheva (Israel). Die Polen gewannen das Heimspiel mit 2:1.

Für den LASK ist nach dem 1:0 in Serbien durch einen präzisen Michorl-Schuss zumindest das Play-off zur Conference League nahe. Der Gegner ist überraschend offen. St. Johnstone holte bei Galatasaray ein 1:1. Sollte der Istanbuler Großklub gegen Schottlands Cupsieger scheitern, geht es gegen den LASK weiter.

Spielt Österreich mit einem Quartett im europäischen Herbst mit?

Auch wenn Galatasaray prominenter besetzt ist, würden die Linzer zu Chancen kommen: Ihr Offensivpressing ist in der zuletzt schwächelnden türkischen Liga kaum zu finden.

Hütteldorfer Engpass

In Hütteldorf war nach den Toren von Kara, Fountas und Grüll der Jubel groß. Denn erneut mussten zwei kurzfristige Ausfälle verkraftet werden.

„Wir sind am Limit. Umso höher ist diese starke Reaktion der Jungs einzuschätzen“, betont Kühbauer.

„Das war für die Köpfe sehr wichtig“, sagt Hofmann, der mit Partner Greiml in der Innenverteidigung derzeit Wimmer und Dibon verdrängt hat. Den Rest der ausgedünnten Bank bildeten Zukunftshoffnungen.

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