Sport | Fußball
02.08.2018

Slovan oder Balzan? Rapid blickt nach Bratislava

Am Donnerstag erfährt Rapid, gegen wen es in der Qualifikation zur Europa League geht.

Der souveräne Saisonstart mit dem 5:0 in Kufstein im Cup und dem 3:0 zum Ligastart bei der Admira zeigt Wirkung: Bei Rapid zieht der Kartenverkauf an.

Nachdem in den ersten Frühjahrsrunden der allgemeine Grant groß war und viele Abonnenten kündigen wollten, verlängern jetzt viele Fans doch noch im zweiten Anlauf. „Wir halten bei 12.600 Abos und wollen bis Ende des Monats 13.000 schaffen. Dann sind wir wieder beim Wert der Vorsaison“, rechnet Klubservice-Leiter Andy Marek.

Für das erste Heimspiel gegen Altach sind mehr als 15.000 Tickets weg, bis Samstag (17 Uhr) könnten es 18.000 werden. „So wie ein volles Hanappi-Stadion – das wäre mitten in der Urlaubszeit gegen Altach schon gut. Wir merken generell, dass es sich gedreht hat: Es gibt wieder eine Aufbruchstimmung.“

Nach der Partie gegen Altach wartet nach der einjährigen Auszeit vom Europacup der Start in die Qualifikation zur Europa League: Am 9. August wird in der dritten Runde jedenfalls zuerst auswärts gespielt. Heute entscheidet sich, ob sich Favorit Slovan Bratislava doch noch durchsetzt oder Balzan den 2:1-Vorsprung aus Malta in der Slowakei verteidigen kann.

Rapid plant doppelgleisig. Am Dienstag war Marek in Bratislava, um Hotels für Mannschaft und Fans auszusuchen. Für den Freitag wäre ein Flug nach Malta reserviert. Vorab wurde über Flieger und Kosten verhandelt. „Es ist wirklich schwierig“, meint Marek. Zum einen ist Malta gut gebucht, freie Flieger und Betten sind rar. Zum anderen spüren die Hütteldorfer den Wegfall von Fluglinien wie Fly Niki.

Engpass

„Früher war es üblich, dass die Flieger von Mittwochfrüh bis Donnerstagnacht vor Ort bleiben. Durch den aktuellen Engpass muss heuer vielleicht ein Flug dazwischen eingeschoben werden.“ Die nötigen Leerflüge (hin zum neuen Ziel) würden aber Rapid (bzw. den Fans) verrechnet werden.

Die Reise nach Bratislava wäre per Bus hingegen einfach. Allerdings ist die Fanszene von Slovan als gewaltbereit bekannt und mit einer Abordnung auch öfters bei Wiener Derbys vor Ort. 2007 hat es beim letzten Duell mit Rapid (3:1, 0:1 im UI-Cup) Ausschreitungen gegeben.