Sofort war klar, dass Almer sich schwer verletzt hatte.

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Fußball
10/21/2016

Almer: "Das wird ein langer Weg zurück"

Der Nationalteamtorhüter zog sich in Rom einen Riss des vorderen Kreuzbandes, einen Außenbandriss und einen Riss des Innenmeniskus im rechten Kniegelenk.

von Alexander Huber, Alexander Strecha

Das Knie mit einer Schiene stabilisiert, auf Krücken gestützt und mit großen Schmerzen humpelte Robert Almer am Freitagvormittag in Rom zum Flieger in Richtung Wien.

Der 32-jährige Teamtorhüter hatte sich beim 3:3 der Austria bei AS Roma in der 22. Minute das Knie nach einem Abschlag verletzt, die erste Diagnose wurde nach einer MR-Untersuchung Freitagnachmittag in Wien bestätigt: "An der Diagnose hat sich nicht viel verändert. Das Kreuzband ist ab. Das Innenband hat nichts, dafür ist das Außenband anscheinend eingerissen. Der Meniskus hat auch etwas abbekommen", zählte Almer nach der Untersuchung die Verletzungen im Knie auf.

Almer fällt damit für zumindest sechs Monate aus, die Saison ist damit zu Ende. "Das ist die schwerste Verletzung meiner bisherigen Karriere", sagte Almer. "Es wird ein langer Weg zurück. Aufgrund dessen, dass ich in meiner Karriere immer wieder Verletzungen hatte, weiß ich was jetzt wartet."

Die Verletzung passierte fast genau ein Jahr nach seiner letzten Kreuzbandverletzung (einem Teilabriss im anderen Knie).

Sommer als Ziel

Realistisches Ziel für ein Comeback ist der Sommer, sagt Thomas Böhm, Almers langjähriger Manager: "Das Ziel wird sein, dass Robert bis zur Sommervorbereitung wieder voll fit ist und kommende Saison ohne Trainingsrückstand wieder im Tor stehen kann." Das wären also acht Monate Pause.

Böhm sieht den Zeitpunkt der Verletzung als besonders tragisch: "Robert musste lange um Anerkennung kämpfen. Erst seit ein paar Monaten und speziell seit der EURO bekommt er diese endlich ohne Einschränkung. Zuletzt hat er sich sehr gut gefühlt, das hätte für ihn noch eine Top-Saison werden können." Mehrere Vereine aus dem Ausland hatten Interesse an einer Verpflichtung gezeigt.

Trainer Thorsten Fink empfahl noch in Rom, dass die Austria den bis 2017 laufenden Vertrag vorzeitig verlängert – als Zeichen der Solidarität. Geschäftsführer Markus Kraetschmer stellte am Freitag klar, dass die Option zur Verlängerung bis 2018 ohnehin schon schlagend wurde. Aufgrund von "Einsätzen und Erfolgsklauseln" hat sich der Kontrakt bereits automatisch verlängert.

Bei der Austria ist nun der 20-jährige Osman Hadzikic die neue Nummer 1. Beim Derby am Sonntag ist der Einsatz von Raphael Holzhauser wegen einer Bänderverletzung im Sprunggelenk fraglich.

Özcan die Nummer 1

Für ÖFB-Teamchef Marcel Koller ist die schwere Verletzung "sehr bitter". Jetzt sei es wichtig, dass Almer "die Ruhe bewahrt und nach der Operation konsequent dranbleibt". Logischer Nachfolger im Nationalteam ist Ramazan Özcan.

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