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29.07.2018

Salzburg startet stilgerecht in Mission Titelverteidigung

Klare Sache: Dank einer taktischen Umstellung gewann der Serienmeister gegen den LASK zum Saisonstart mit 3:1.

Vor vier Jahren hatte Salzburg zuletzt zum Bundesliga-Start zu Hause gespielt. 2014 gab es in der ersten Runde einen 6:1-Heimsieg gegen Rapid. Am Sonntag wurde der LASK völlig verdient mit 3:1 besiegt und damit jener Gegner, gegen den als einzigen in der Vorsaison kein Bundesliga-Heimspiel gewonnen wurde (1:1, 0:0).

Trainer Marco Rose versuchte es gegen das LASK-Bollwerk mit einer neuen Grundordnung – und das funktionierte prächtig. Statt im üblichen 4-4-2 begann seine Mannschaft im 4-3-3. Für Neuzugang Junuzovic war kein Platz in der Startelf.

Beim LASK gab es im Vergleich zum 4:0 am Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation zwei personelle Veränderungen. Neuzugang Jamnig und Red-Bull-Leihgabe Tetteh standen statt Otubanjo und João Victor in der Startelf. Auch die Ausrichtung war defensiver als gegen den norwegischen Abstiegskandidaten Lilleström.

Dabbur schlägt zu

Fast hätte sich die Umstellung früh bezahlt gemacht. Dabbur und Xaver Schlager hatten eine Doppelchance, scheiterten aber an Red-Bull-Akademiker Alexander Schlager im LASK-Tor. Danach sollte es 20 Minuten dauern, bis der Serienmeister wieder gefährlich vor das Tor kam. Das Angriffsspiel wurde aber auch durch die undurchsichtige Spielleitung von Schiri Lechner gebremst.

In Minute 22 zahlte sich das Flügelspiel erstmals wirklich aus: Nach einem perfekten Ulmer-Stanglpass lenkte Keeper Schlager, bedrängt von Dabbur, den Ball ins eigene Tor – 1:0.

Auf die Führung folgte eine Salzburger Machtdemonstration. Chancen gab es praktisch im Minutentakt. Dabbur traf vor der Pause nicht nur zum 2:0 (31.), sondern auch noch zum 3:0 (38.). Beide Male hatte der als Linksaußen überragende Yabo seine Beine im Spiel.

Elfmetergeschenk

Nach dem Wiederbeginn hatte der LASK die beste Phase, auch weil den Salzburgern im Aufbauspiel immer wieder Fehler unterliefen. Ein Weitschuss von Holland landete an der Latte (50.).

Unter gütiger Mithilfe des Schiedsrichter kam der LASK dann doch zu einem Tor: Schlager hatte Goiginger außerhalb des Strafraums gefoult, Lechner gab trotzdem Elfmeter, den Ullmann verwandeln konnte – 1:3 (69.).

Aber in Gefahr kam der Auftaktsieg des Meisters gegen den Angstgegner aus der vergangenen Saison nicht mehr. Salzburg brachte bei drückender Hitze den Vorsprung über die Zeit - ohne eine Chance der Linzer auf den Anschlusstreffer zuzulassen.