Eintracht Frankfurt vs FSV Mainz 05

© EPA / ARMANDO BABANI

Sport Fußball
02/19/2020

EL-Duell: Wie ein Ex-Rapidler in Frankfurt zum Klub-Held wurde

Salzburgs Europa-League-Gegner hat eine bewegte Geschichte mit extrem viel Bezug zu Österreich. Auch bei Rapid.

von Stephan Blumenschein

Europacup-Duelle zwischen österreichischen und deutschen Bundesliga-Vereinen sind noch immer etwas Besonderes. Am Donnerstag ist es wieder einmal so weit: Eintracht Frankfurt und Red Bull Salzburg treffen im Hinspiel des Sechzehntelfinales der Europa League aufeinander.

Mit Adi Hütter sitzt ein Österreicher auf der Frankfurter Bank, der noch dazu als Spieler und Coach Salzburg-Erfahrung hat. Dieser setzt auch auf zwei Ex-Salzburger Spieler: Stefan Ilsanker und Martin Hinteregger, wobei der Kärntner im Hinspiel gesperrt ist. Der KURIER stellt Salzburgs Gegner vor ...

  • 1899

wurde der Klub als Frankfurter FC Victoria gegründet. Nach mehreren Fusionen setzte sich in den 1920er-Jahre der Name Eintracht Frankfurt durch. Der Klub war 1963 eines der Gründungsmitglieder der Bundesliga. Vier Jahre davor hatte man die einzige deutsche Meisterschaft geholt. Pokalsieger wurde die Frankfurter fünfmal, zuletzt 2018 unter Ex-Salzburg-Spieler Niko Kovac.

  • 88.100

Mitglieder hat die Eintracht. Damit ist man aber nur der neuntgrößte Sportverein in Deutschland. Weltweit liegen die Frankfurter, die neben Fußball 18 weitere Sektionen (von Turnen bis eSports) haben, auf Rang 21. Zum Vergleich: In Österreichs Liga ist Rapid mit knapp 17.000 der mitgliederstärkste Verein.

Eintracht Frankfurt vs Arsenal F.C.
  • 13

Legionäre aus Österreich trugen bisher den Dress der Eintracht. Bruno Pezzey wurde zur Klublegende. Der 1994 verstorbene Vorarlberger spielte von 1978 bis 1983 für Frankfurt. Sein Abbild ziert als eine der zwölf „Säulen der Eintracht“ die U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz.

  • 602

Ligaspiele absolvierte Charly Körbel von 1972 bis 1991 für die Eintracht. Der Bundesliga-Rekordspieler hatte bei den Frankfurtern 15 Trainer.

  • 1

Titel im Europacup holte Frankfurt. Mit Libero Bruno Pezzey und unter dem späteren LASK-Trainer-Friedl Rausch wurde Gladbach im UEFA-Cup-Finale 1980 besiegt. Den entscheidenden Treffer im Rückspiel erzielte Fred Schaub. Der spätere Admira-Legionär verunglückte 2003 bei einem Autounfall tödlich. Sein damals 8-jähriger Sohn Louis überlebte. Mittlerweile spielt der 25-jährige Teamspieler für den HSV.

  • 10

Tore fielen im legendären Meistercup-Finale 1960 zwischen der Eintracht und Real Madrid. Der 7:3-Erfolg der Königlichen vor 135.000 (!) Zuschauern im Glasgower Hampden Park gilt als eines der besten Fußballspiele überhaupt. Die BBC zeigt jährlich zur Weihnachtszeit eine Aufzeichnung.

Europa League - Group Stage - Group H - Eintracht Frankfurt v Apollon Limassol
  • 98

Prozent beträgt die Auslastung in der Commerzbank-Arena. Mehr als 50.000 Zuschauer kommen zu jedem Heimspiel der Eintracht.

  • 79

Tage war Helmut Senekowitsch Trainer der Eintracht. Der bei der WM 1978 so erfolgreiche österreichische Teamchef musste in der Saison 1982/’83 nach fünf Niederlagen in den ersten sechs Bundesliga-Spielen gehen.

  • 89

Minuten waren im Abstiegskrimi 1999 gespielt. Die Eintracht führte gegen Kaiserslautern 4:1, benötigte aber trotzdem noch ein Tor, um im Fernduell mit Nürnberg den Klassenerhalt zu fixieren. Dem Ex-Rapidler Jan Åge Fjørtoft blieb es vorbehalten, nach einem Übersteiger den entscheidenden fünften Eintracht-Treffer zu erzielen.

  • 12

Elfmeter mussten geschossen werden, bis im UEFA-Cup-Viertelfinale 1994 zwischen der Eintracht und Austria Salzburg ein Aufsteiger feststand. Zum Helden wurde Otto Konrad, der Keeper der Salzburger schoss sein Team erstmals in ein EC-Halbfinale.

  • 1966

beehrte der größte Boxer der Geschichte die alte Heimstätte der Eintracht, die den Namen Waldstadion trug. Muhammad Ali verteidigte gegen den Deutschen Karl Mildenberger durch einen Abbruch in Runde 12 seinen WM-Titel im Schwergewicht.

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