Erleichteter ÖFB-Präsident Leo Windtner.

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Sport Fußball
08/06/2021

Keine Kandidatur: Leo Windtner ab Oktober nicht mehr ÖFB-Präsident

Der 70-Jährige kündigte den Verzicht auf eine Kandidatur in einem Schreiben an den Wahlausschuss-Vorsitzenden Wolfgang Bartosch an.

Leo Windtner tritt bei der Ordentlichen Hauptversammlung des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) am 17. Oktober nicht mehr zur Präsidentenwahl an. Das teilte der Oberösterreicher am Freitag auf Anfrage der APA mit. Er habe dies auch dem Wahlausschuss-Vorsitzenden Wolfgang Bartosch in einem Schreiben zur Kenntnis gebracht. Demgemäß sei er gerne bereit, mit seinem Rückzug den gewünschten Generationenwechsel im ÖFB-Präsidium einzuleiten.

Windtner führt den mit Abstand größten Sport-Fachverband des Landes seit Februar 2009. Im März hatte der Oberösterreicher noch angekündigt, für weitere vier Jahre zur Verfügung stehen. Offensichtlich fand er dafür im Wahlausschuss, der beinahe identisch mit dem ÖFB-Präsidium ist, aber nicht den nötigen Rückhalt und zog daher seine Kandidatur für das Amt des ÖFB-Präsidenten für die Periode 2021-2025 zurück, zumal diese nur unter der Voraussetzung einer breiten Unterstützung durch das ÖFB-Präsidium erfolgt sei, wie der 70-Jährige erklärte.

Dr. Leopold Windtner (70 Jahre):

Geburtsdatum: 30. August 1950
Geburtsort: Linz
ÖFB-Laufbahn: 1996 - 2009 Präsident des oberösterreichischen
Fußball-Verbandes, 1999 - 2009 ÖFB-Vize-Präsident, ab 28.2.2009
ÖFB-Präsident (bis 17.10.2021)

Ausbildung: Welthandel-Studium an der Wiener Wirtschaftsuniversität
Beruflicher Werdegang: 1978 Eintritt in die Energie AG
Oberösterreich, 1994 - 2017 Generaldirektor

Erfolge in Amtszeit

In Windtners Amtszeit schaffte es die ÖFB-Männer-Auswahl zu zwei Europameisterschaften (2016, 2021). Bei der jüngsten EURO gelang erstmals der Vorstoß ins Achtelfinale, wo gegen den späteren Champion Italien erst in der Verlängerung Endstation war. Weitere Highlights waren die EM-Semifinal-Teilnahme der ÖFB-Frauen 2017, die erstmalige EM-Teilnahme mit der U21 vor zwei Jahren und die erfolgreiche Qualifikation für die Frauen-EM 2022.

In seinen letzten gut zwei Monaten im Amt werde er die Amtsgeschäfte bis zur Hauptversammlung wie gewohnt weiterführen und für eine geordnete Amtsübergabe Sorge tragen, kündigte Windtner an. Bei den WM-Quali-Auswärtsspielen im September gegen die Republik Moldau und Israel sowie im Oktober gegen Dänemark und die Färöer wird der bald 71-Jährige noch mit von der Partie sein.

Spannende Projekte

Das wegweisende Infrastrukturprojekt - der Bau eines Trainingszentrums und eines ÖFB-Headquarters in Wien-Aspern - soll aber trotzdem zügig weiterentwickelt werden. Die Gespräche mit dem Bund und der Stadt Wien bezüglich der Finanzierung sollen bereits weit gediehen sein.

Wer Windtners Nachfolger wird, scheint noch offen zu sein. Der neue Präsident kann, muss aber nicht aus dem Präsidium kommen. Der Ball liegt nun beim Wahlausschuss, der sich bis zur Hauptversammlung auf eine Person festlegen muss.

Josef Gerö (1945 - 1955)

Hans Walch (1955 - 1969)

Heinz Gerö (1970 - 1976)

Karl Sekanina (1976 - 1982)

Herbert Raggautz/Heinz Gerö (interimistisch/1982 - 1984)

Beppo Mauhart (30. Juni 1984 - 7. April 2002)

Friedrich Stickler (7. April 2002 - 7. November 2008)

Kurt Ehrenberger (interimistisch/7. November 2008 - 28. Februar 2009)

Leo Windtner (28. Februar 2009 - 17. Oktober 2021)

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