GEPA-11061368025 - SALZBURG,AUSTRIA,11.JUN.13 - SOCCER - tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile, Red Bull Salzburg, media day at youth academy Liefering. Image shows the construction area. Photo: GEPA pictures/ Felix Roittner - For editorial use only. Image is free of charge.

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Red-Bull-Akademie
06/14/2013

Salzburg übertrumpft Barcelona

Der Getränkekonzern Red Bull baut ein Ausbildungszentrum für 400 Fußball- und Eishockeytalente.

von Stephan Blumenschein

Dietrich Mateschitz machte Frank Stronach einiges nach. Der Red-Bull-Boss übernahm wie einst der Magna-Gründer einen österreichischen Bundesliga-Klub. Er investiert ebenfalls Millionen in Fußballer. Er zahlt seinen Spielern auch Gehälter, die weit über dem in Österreich Üblichen liegen. Er tauscht Trainer ähnlich oft wie der Austro-Kanadier einst bei der Austria. Doch eines unterscheidet das Engagement der beiden Self-Made-Milliardäre: Während Stronach immer nur ankündigte, sein Geld auch in die Infrastruktur zu investieren, macht Mateschitz dies.

Im Salzburger Stadtteil Liefering wird gerade ein ganz besonderes Projekt umgesetzt: Wo einst die Traber ihre Runden drehten, entsteht auf einem 100.000 Quadratmeter großen Gelände die derzeit größte Nachwuchsakademie Europas.

Diese soll einmal 400 Talenten eine Heimat bieten, nicht nur Fußballern, sondern auch Eishockeyspielern. Neben den drei schon vorhandenen Fußballplätzen werden noch drei weitere in verschiedensten Größen errichtet. Dazu sind derzeit zwei riesige Hallen in Bau – eine für einen 90 x 60 Meter großen Fußballplatz und eine mit gleich zwei Eisflächen.

Im Hauptgebäude werden 92 Zimmer mit insgesamt 184 Betten integriert. Geplant ist, dass bis zu 144 Jugendliche in der Red-Bull-Akademie leben werden.

„Dieses Projekt ist mit keinem anderen vergleichbar“, erklärt der FC-Salzburg-Akademieleiter Ernst Tanner. Nur ein Vergleich: Der FC Barcelona kann in seiner Akademie La Masia derzeit nur 82 Talente beherbergen.

Megaprojekt

Seit 1. August 2012 wird in Liefering gebaut, nachdem Red Bull jahrelang einen Bauplatz im Raum Salzburg für das drittgrößte Bauprojekt des Getränkekonzerns im Sport nach der Rennstrecke im steirischen Spielberg und dem Fußball-Stadion in Harrison, New Jersey (USA), gesucht hat.

Die Widerstände waren groß. Schließlich wurde das Gelände der ehemaligen Trabrennbahn erworben. Aber auch die Planungen in Liefering waren schwierig, eine Unzahl an Umweltschutzauflagen musste erfüllt werden, um letztlich eine Baugenehmigung zu erhalten.

Die Kosten sind – wie immer bei Red Bull – geheim. Im Umfeld des Unternehmens wird von 35 bis 45 Millionen Euro gemunkelt. Offiziell ist nur, dass das Projekt gänzlich ohne Förderungen der öffentlichen Hand durchgezogen wird.

Derzeit werken 150 Arbeiter von 30 Firmen an dem Megaprojekt, bis zu 200 von 50 Firmen werden insgesamt beteiligt sind. Errichtet wird eine Gebäudefläche von 27.000 Quadratmeter.

Die Bauarbeiten laufen trotz des schlechten Wetters der letzten Wochen nach Plan. Geplanter Eröffnungstermin: Juli 2014.

Die Akademie

Auf einer zehn Hektar großen Fläche wird ein Hauptgebäude mit 12.330 m² Bruttogeschoss- fläche errichtet. Dazu kommen noch Sporthallen mit gesamt 15.000 m² Bruttogeschossfläche.

Neben 92 Zimmern gibt es 21 Umkleidekabinen. Der Aushub betrug 85.000 m³. Elektrokabel in der Länge von 550 km werden gebraucht, 10.500 Stecker, Schalter und Dosen installiert und 4200 Lampen verbaut.

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