Das übliche Schlussbild: Gegen Rapid jubeln im Cup regelmäßig die Außenseiter, 2006 lag der heutige Tormann-Trainer Hedl nach dem Elfmeterschießen gegen die Vienna am Boden.

© Agentur Diener/Georg Diener

ÖFB-Cup
10/29/2014

Rapids schwarze Cup-Serie

Rapid erwartet im Schlager Sturm - und der Kampf gegen die an Blamagen reiche Cup-Geschichte.

von Alexander Huber

Rapid und der Cup – eine Beziehung mit Tränen, Tragödien und Tiefpunkten. Während Erzrivale Austria schon 27 Cup-Titel feiern durfte, blieben von den Hütteldorfern im Pokalbewerb vor allem Peinlichkeiten in Erinnerung. Seit 1995 hält Rapid bei insgesamt 14 Cup-Siegen.

Zum 20-Jahr-Jubiläum des 1:0-Erfolges gegen DSV Leoben soll wieder eine Trophäe hochgehalten werden. Im Trainingslager in Schärding wurden die Grünen auf ein Ende der schwarzen Serie eingeschworen. Neben dem (verpassten) Sprung in die Europa League wurde der Cup-Titel als großes Saisonziel auserkoren.

Nach den beiden mühsamen 1:0-Siegen gegen Amstetten und Wallern wartet heute mit Sturm im Prater (20.30 Uhr/ORFeins live) der bisher schwerste Gegner. Können die Grazer nach bisher vier Cup-Niederlagen gegen Rapid und ausgerechnet vier Tage nach dem 3:1-Erfolg der Wiener in der Liga zum Stolperstein werden?

Die Liste der Umfaller seit dem Finalsieg (mit Zoran Barisic als Spieler) gegen Zweitligist Leoben liest sich wie ein "Best of Böse":

1996/1997 Im Herbst 1996 war Rapid stolzer Teilnehmer der Champions League, schaffte die Umstellung vom Old Trafford auf Kottingbrunn aber nicht. Drei Tage nach dem 0:2 gegen Manchester United gab es trotz Führungstreffer ein 1:2 gegen den NÖ-Amateurverein. Coach Ernst Dokupil feuerte daraufhin Zoran Barisic. Später versöhnte sich Dokupil mit dem heutigen Cheftrainer und meinte, er hätte den Falschen erwischt.

1999/2000 Noch peinlicher wurde es gegen den oberösterreichischen Viertligisten Ranshofen. Nach einem 1:1 siegten die Hobbykicker im Elfmeterschießen mit 4:1. Bei Rapid gab der 17-jährige Roman Wallner sein Debüt und wurde prompt ausgeschlossen. Das Präsidium verhängte eine Strafe von 20.000 Schilling pro Spieler. Weil auch die nicht eingesetzten Reservisten zahlen sollten, erkundigte sich der Spielerrat bei der Gewerkschaft, ob diese Strafe überhaupt rechtmäßig wäre.

Historische Cup-Pleiten der Rapidler

BUNDESLIGASPIEL LASK GEGEN SALZBURG

Fenerbahce - Rapid

ÖFB-CUP in Kottingbrunn

CHAMPIONS LEAGUE

FUSSBALL BUNDESLIGA RAPID GEGEN ADMIRA

CHAMPIONS LEAGUE RAPID GEGEN GALATASARAY ISTANBUL

FUSSBALLBUNDESLIGA RAPID GEGEN STURM

FUSSBALLBUNDESLIGA RAPID GEGEN GAK

Rapid's Bilic und Vienna's Sargon kaempfen um den

Peter Pacult

ÖFB-CUP/VIERTELFINALE: SK RAPID - FC PASCHING

ÖFB-CUP/VIERTELFINALE: SK RAPID - FC PASCHING

ÖFB-CUP: 1. RUNDE / LASK LINZ - SK RAPID WIEN

2006/2007 Peter Pacult (mit Co-Trainer Barisic) war erst eine Woche im Amt, schon setzte es die erste Blamage. Regionalligist Vienna traf nach einem 1:1 vom Elfmeterpunkt besser und siegte 4:3. Ein Jahr zuvor war noch der einzige Finaleinzug seit dem Titel 1995 gelungen. Doch die Wiener Austria hatte 2005 mit einem 3:1 im Happel-Stadion den grünen Doublegewinn verhindert.

2012/2013 Das 0:1 gegen Pasching im Hanappi-Stadion beendete sogar eine Trainer-Amtszeit: Peter Schöttel musste nach der völlig verdienten 0:1-Pleite im Viertelfinale gegen den Regionalligisten gehen, Barisic übernahm. Dass die Mannschaft von Trainer Gerald Baumgartner auch noch Salzburg und die Austria im Cup blamierte, war kein Trost.

2013/2014 Für den letzten Tiefpunkt sorgte der damalige Regionalligist LASK im Juli 2013. Die Linzer siegten nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen 5:4, Marcel Sabitzer vergab als Einziger.

Hofmanns Serie

Auffällig ist, dass Steffen Hofmann bei den letzten drei Cup-Blamagen (Vienna, Pasching, LASK) stets verletzt zuschauen musste. Auch heute ist der Rapid-Kapitän – ebenso wie Dibon – fraglich. Die rekonvaleszenten Wydra und Alar sind noch nicht matchfit. Der Heimvorteil ist kleiner als gewohnt: Nur rund 10.000 Fans werden erwartet. Bei Sturm setzt Trainer Franco Foda auf die Rückkehr des zuletzt gesperrten Goalgetters Marco Djuricin.

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