Nach dem Aus für Stürmer Mbuyi: Wie Rapid am Transfermarkt agiert

Claudy Mbuyis Meniskus muss operiert werden.
Nach den OPs von Mbuyi und Schaub wird Rapid noch einen Stürmer holen. Trainer Hoff Thorup und Sportchef Katzer gehen mit einem klaren Profil in die Verhandlungen.

Johannes Hoff Thorup lässt sich seinen optimistischen Zugang nicht nehmen. Auch nach den ersten beiden schweren Rückschlägen der zweiwöchigen Amtszeit betont der Rapid-Trainer das Positive: „Das Gute am Fußball ist, dass immer ein anderer da sein wird, der seine Chance nutzen will.“

TRAININGSSTART SK RAPID WIEN: HOFF THORUP

Die schweren Verletzungen von Claudy Mbuyi und Louis Schaub lassen den Dänen im KURIER-Gespräch nicht schwanken.

"Ich werde keine Energie investieren in Dinge, die ich nicht ändern kann. Die Konzentration liegt auf unserer Trainingsarbeit, und die läuft weiterhin sehr gut", sagt der 36-Jährige.

Schaub wollte neu durchstarten

Bei der letzten Einheit im Trainingslager hat es Louis Schaub erwischt.

Der Mittelfeldspieler wollte unter Hoff Thorup neu durchstarten, jetzt fällt der 31-Jährige mit einem Seitenbandriss im Knie monatelang aus.

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Während Schaub diese Saison noch zu sehen sein sollte, ist das bei Claudy Mbuyi sehr fraglich.

Den Stürmer, der erst zu Winterbeginn von einer langen Verletzung zurückgekommen war, erwischte es beim 0:2 im Testspiel gegen Györ. Bei einer der wenigen Chancen von Rapid ging der geplante Abstauber des Franzosen schief, der Meniskus des 26-Jährigen ist grob verletzt.

Schaub wie Mbuyi werden von Rapid-Arzt Brandner operiert.

Wenig Personal für Schlüsselrolle 

Das bringt die Hütteldorfer in die Bredouille. Im 4-3-3 von Hoff Thorup ist ein klarer Mittelstürmer eingeplant.

Nach dem Mbuyi-Out ist nur noch Ercan Kara bedenkenlos einsetzbar.

FUSSBALL: TRAININGSSTART SK RAPID: MBUYI

Denn bei Leihstürmer Janis Antiste konnte Sportchef Markus Katzer bislang keine Einigung mit Sassuolo über eine Änderung des Vertrages – Stichwort Kaufpflicht – erreichen.

Bei Antiste fehlen nur noch wenige Einsätze, dann müsste der Franzose um mehr als drei Millionen Ablöse gekauft werden.

Suche auf Hochtouren

Das sieht auch der Sportdirektor so, der bereits um acht Uhr in der Früh die seit Wochenbeginn auf Hochtouren laufende Stürmersuche mit Verhandlungen fortsetzte.

Katzer bestätigt im KURIER-Gespräch: „Wir suchen nach einem Mittelstürmer, es gibt laufende Gespräche und mehrere Kandidaten.“

Nach einem sehr teuren Herbst wird es auf ein Leihgeschäft hinauslaufen.

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Das Profil ist laut KURIER-Informationen mit Hoff Thorups Spielidee abgestimmt und klar: Es soll ein klassischer Neuner kommen, der mit einer soliden Technik und gutem Körper Bälle auch halten kann.

Einen perfekten Herbst wird der künftige Rapidler aber sicher nicht gehabt haben. Sonst wäre er im Winter nicht zu leistbaren Konditionen zu haben.

Sicher noch ohne Neuzugang werden die letzten Testspiele am Samstag (gegen Vienna und Mura) stattfinden. 

Das 0:2 gegen Györ schmerzt Hoff Thorup nicht: „Natürlich hätten wir mehr Chancen rausspielen sollen. Aber wenn es darum gegangen wäre, einen Test zu gewinnen, hätten wir es ganz anders angelegt. Es geht für uns nur darum,  möglichst viele und die richtigen Antworten vor dem Cupspiel in Ried zu bekommen.“

Neun Tage Zeit bleiben.

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