Teenager mit Technik: Ibrahimoglu (re.) bleibt im Profikader von Rapid.  

© Marco Cornelius

Sport Fußball
10/04/2019

Kühbauer befördert nächstes Talent: "Ibrahimoglu ist der Beste"

Melih Ibrahimoglu, der 19-jährige Spielmacher der Amateure, wird vom Rapid-Cheftrainer bei den Profis eingeplant

von Alexander Huber

Die Liste der Amateure im Profikader von Rapid ist wieder um einen Namen länger geworden. Nach der Beförderung von Dalibor Velimirovic, 18, und der Rückholung von Kelvin Arase, 20, aus Ried, ist Melih Ibrahimoglu von Rapid II aufgestiegen. „Ibrahimoglu bleibt jetzt bei uns. Er macht es ja auch gut“, bestätigt Rapid-Trainer Didi Kühbauer im KURIER-Gespräch.

Bereits im Winter-Trainingslager in der türkischen Heimat seiner Vorfahren durfte Ibrahimoglu mit den Profis trainieren. Kühbauer meinte damals aber, dass es für einen dauerhaften Sprung zu den Profis noch zu früh sei. Seither hat der 19-Jährige in der Ostliga weiter zugelegt. Der Techniker, der mit 12 von der Vienna nach Hütteldorf kam, hält bei zehn Toren und 16 Assists in 36 Einsätzen für Rapid II. Beim 3:3 gegen Hartberg saß der zweifache Teamspieler für Österreichs U-20-Team erstmals auf der Rapid-Bank und kam für die letzten zehn Spielminuten.

Am liebsten Spielmacher

Der Wiener kam bei Rapid bereits auf allen Positionen im Mittelfeld zum Einsatz, als Joker bei den Profis statt Christoph Knasmüllner als Spielmacher.

Kühbauer, sonst sparsam mit überschwänglichem Lob, findet außergewöhnliche Worte zu den Stärken des Teenagers mit Vertrag bis Sommer 2021: „Er ist der Beste im ganzen Kader, wenn es um den ersten Ball auf dem ersten Meter geht.“ Was der Cheftrainer damit genau meint? „Melih dreht den Körper so auf und hat den Ball mit so einer Dynamik unter Kontrolle, dass er gleich das ganze Spiel vor sich hat.“

Es gibt natürlich aber auch noch Hürden für regelmäßige Einsätze in der Bundesliga: „Er hat jetzt gelernt, wie es bei den Profis zugeht, und dabei etwas an Unbekümmertheit verloren. Natürlich muss er sich an unsere Regeln im Spiel halten, aber ich will gleichzeitig den Spielwitz von Melih sehen, den er bei den Amateuren hat.“

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Schritt zurück

Einen Schritt zurück musste Leo Greiml machen. Da im Gegensatz zu sonstigen Verletzungssorgen alle Innenverteidiger fit sind (Dibon, Barac, Hofmann, Sonnleitner), spielt der 17-Jährige vorerst wieder bei Rapid II: „Leo lässt sich davon nicht bremsen. Er weiß, dass seine Zeit kommen wird“, meint Kühbauer.

Bereits am Samstag in Mattersburg will Dejan Ljubicic nach seinem Knochenmarködem wieder dabei sein. „Ich glaube, dass es sich ausgeht“, sagt der Sechser.