Emotionale Angelegenheit: 1100 Fans wollen Rapid am Donnerstag zur Sensation treiben.

© APA/HERBERT PFARRHOFER

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Rapid in Kiew: Eine Reise ins Ungewisse

Sensation oder Revolution. Was erwartet die 1100 mitreisenden Fans der Wiener in der Ukraine?

von Alexander Huber

12/10/2013, 09:41 AM

Die Auswärtstournee läuft für die Rapidler denkbar schlecht: Auf das 0:2 in Ried folgte gegen Angstgegner WAC ein 1:2 bei der Rutschpartie in Wolfsberg. Ausgerechnet nach der längsten Reise soll in Kiew gegen den schwersten Gegner die große Überraschung glücken.

Mit einem Sieg gegen Dynamo würde Rapid erstmals die Gruppenphase der Europa League überstehen. 1100 Rapid-Fans erwarten in der Ukraine ein echtes Endspiel um den zweiten Platz. Sie reisen 1000 Kilometer an, um am Donnerstag ab 22.05 Uhr Ortszeit mitzuzittern.

Doch was erwartet die Fans in der eisigen Revolutionsstadt Kiew wirklich? Sind die politischen Demonstrationen ein Grund, doch nicht in die Ukraine zu reisen? Oder werden die Fans gar wieder zu dem, wie sie früher bezeichnet wurden: „Schlachtenbummler“?

Keine Reisewarnung

Rapids Reisepartner Intertravel beruhigt: Es gäbe keine Reisewarnung und die Fan-Hotels wären weit genug entfernt von den heiklen Plätzen der Drei-Millionen-Stadt. Rapids Klubservice-Leiter Andy Marek erklärt: „Wir stehen laufend in Kontakt mit der österreichischen Botschaft und den Klub-Vertretern von Dynamo. Niemand muss sich fürchten.“

Am Montag wurden die mitreisenden Fans auf der Rapid-Homepage informiert; in allen vier Fan-Fliegern wird auch noch ein Schreiben des Vereins ausgeteilt. Wichtigste Botschaft: Die Stadt ist grundsätzlich sicher, nur jener Teil des Zentrums, in dem demonstriert wird (der „Maidan“-Platz und das Regierungsviertel), sollte gemieden werden. „Klitschko-Schauen“ und dem Box-Champ bei seinen politischen Reden zuhören, ist demnach nicht ratsam.

Als abschreckendes Beispiel sollten die Erfahrungen von Austria-Fans in Dnjepropetrowsk im November 2004 dienen: Während der „Orangenen Revolution“ beteiligten sich damals einige Anhänger an politischen Kundgebungen und wurden danach brutal verprügelt.

Brief an die UEFA

Die Wiener schickten gestern auch noch einen Brief an die UEFA: Da Rapid seit dem Skandal von Thessaloniki im Europacup nur „auf Bewährung“ an den internationalen Bewerben teilnimmt, soll Europas Fußball-Verband klarstellen, ob auch Ausschreitungen außerhalb des Stadions zum angedrohten Europacup-Ausschluss führen könnten. Sicher ist sicher.

Großkundgebung der Opposition am Sonntag

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