Rapid holt 0:0 bei Maierhofer-Debüt

Beim Debüt von Stefan Maierhofer für Salzburg fielen keine Tore.
Foto: reuters

Rapid rehabilitierte sich für die Derby-Pleite. Salzburg hatte Probleme mit dem neuen System und verlor Stürmer Alan

Es scheint die Regel zu werden. Seit 22. Februar 2009 (2:1) gibt es im Duell Salzburg - Rapid keinen Sieger mehr. Nach einem 0:0 und drei 1:1 in Serie gab es am Sonntag ein torloses Remis in einem Spiel, das anders verlief als nach dem bisherigen Saisonverlauf eigentlich zu erwarten war.

Salzburg-Trainer Moniz hatte Platz schaffen müssen für Neuzugang Stefan Maierhofer, opferte einen zentralen Mittelfeldspieler und begann mit zwei Stürmern (Alan, Maierhofer). Eine Aufstellungsvariante, die Salzburg überfordern und Rapid in die Karten spielen sollte. Trainer Schöttel hatte seine Elf in Runde 6 zum sechsten Mal verändert, erstmals begann er nur mit einer Spitze.

Seine Spieler gingen extrem aggressiv ins Spiel, nützten alle erlaubten und unerlaubten Mittel. Damit hatten die Rapidler aufgrund der Systemumstellungen im Mittelfeld ein personelles Übergewicht und die Salzburger unglaubliche Probleme.

Auch personell machte sich Rapids Gangart bemerkbar. In den ersten fünf Minuten wurde Zarate zweimal verarztet. Kurz danach musste Svento mit einer blutenden Wunde an der Lippe ausgewechselt werden. Für den Slowaken kam der Brasilianer Jefferson. Die Salzburger Defensive verlor noch mehr an Stabilität.

Rapid machte auch ohne Anfeuerung der 1000 mitgereisten Fans vieles richtig. Nur eines nicht: Die Chancen in der ersten Viertelstunde wurden nicht verwertet. Solospitze Salihi vergab zwei Mal (3., 6.). Bei einem Hofmann-Schuss konnte sich Salzburg-Keeper Gustafsson auszeichnen (10.).

Spurwechsel

Erst nach 20 Minuten beruhigte sich die Partie, verlor mit der Rasanz allerdings auch an Klasse. Chancen gab es bis zur Pause nur mehr nach Standards. Für den Tabellenführer, bei dem der angeschlagene Leonardo an allen Ecken und Ende fehlte, köpfelte Maierhofer einmal daneben, einmal verfehlte der Ex-Rapidler einen Leitgeb-Freistoß.

Moniz reagierte in der Pause, nahm den überforderten Jefferson wieder raus. Sekagya sollte der Abwehr Stabilität geben, Alan spielte statt neben Maierhofer in der Spitze nun am linken Flügel. Die Umstellungen wirkten sich positiv aus.

Salzburg kam dem Sieg näher, auch weil Rapid die Kontrolle verloren hatte. Jantscher schoss zunächst daneben (54.). Danach prüfte der eingewechselte Leonardo Rapid-Keeper Payer (77.). Den Matchball hatte Alan in der Nachspielzeit, ließ ihn aber aus. Bei dieser Aktion verletzte sich der Brasilianer schwer. "Er hat zu 99 Prozent einen Kreuzbandriss", meinte sein geknickter Trainer nach dem Spiel.

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(kurier) Erstellt am
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