Paris-Stars ärgern sich nach dem Halbfinal-Out über fluchenden Referee

Paris-Stars ärgern sich nach dem Halbfinal-Out über fluchenden Referee
Der Niederländer Kuipers soll die PSG-Profis Paredes und Verratti während der Partie mit dem F-Wort beschimpft haben.

Paris Saint-Germain muss weiter auf den Premierentitel in der Champions-League warten. Nach der Endspiel-Niederlage im Vorjahr gegen den FC Bayern folgte heuer das Halbfinal-Aus gegen Englands Tabellenführer Manchester City, der nach dem 2:1 in Paris auch das Heimspiel am Dienstagabend 2:0 gewann. Die Gäste ärgerten sich danach vor allem über Referee Björn Kuipers, der zwei PSG-Profis während der Partie beschimpft haben soll.

Das F-Wort 

"Der Schiedsrichter hat zu (Leandro) Paredes gesagt: 'Fuck off' - und wir reden über Respekt gegenüber Schiedsrichtern", beklagte Mittelfeldspieler Ander Herrera im Interview mit dem französischen Sender RMC Sport. "Wenn wir das sagen, bekommen wir eine Sperre für drei oder vier Spiele", betonte der 31-jährige Spanier.

Herreras Teamkollege Marco Verratti gab zu Protokoll, dass auch er von Kuipers beleidigt wurde. Gleich zweimal habe er sich "Fuck you" vom 48-jährigen Niederländer gefallen lassen müssen. "Wenn ich das sage, bekomme ich zehn Spiele Sperre", meinte der 28-jährige Italiener. Es sei richtig, dass er oft mit den Schiedsrichtern rede, aber so etwas komme ihm niemals über die Lippen.

Pochettino will eine Untersuchung

PSG-Trainer Mauricio Pochettino sagte den Medienvertretern, dass er seinen Spielern glaube und diese Flüche von Kuipers möglicherweise ein Nachspiel haben. "Ich habe nichts von der Seitenlinie gehört, aber wenn etwas (Tonmaterial, Anm.) da ist und es so ist, wie sie erklärt haben, wird die UEFA vielleicht die Situation untersuchen", meinte der Argentinier.

Von Kuipers, der in der 69. Minute PSG-Profi Angel di Maria wegen einer Unsportlichkeit ausgeschlossen hatte, gab es auf die Vorwürfe zunächst keine Reaktion. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wollte sie auf Anfrage nicht kommentieren.

Keine Ausreden

Pochettino ließ aber weder die verbalen Entgleisungen des Unparteiischen noch das Fehlen des verletzt auf der Bank sitzenden Superstars Kylian Mbappe als Ausrede für das Ausscheiden gelten. "Das darf keine Entschuldigung sein", bekräftigte der 49-Jährige, der stattdessen fehlendes "Spielglück" beklagte. Seine Mannschaft hätte in beiden Partien genug Chancen gehabt, diese jedoch nicht entsprechend verwertet.

PSG will nun wenigstens auf nationaler Ebene noch das Maximum herausholen: Im Cup-Semifinale gastieren die Pariser am kommenden Mittwoch (21.00 Uhr) in Montpellier. Und in der Meisterschaft liegen sie drei Runden vor Schluss einen Zähler hinter Tabellenführer Lille, der bereits am Freitag (21.00 Uhr) mit einem Sieg beim Tabellenfünften Lens vorlegen kann.

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