Glanzlos: England besiegt Panama und holt den Gruppensieg
Als England und Panama das letzte Mal bei einer WM aufeinander trafen, waren die „Los Canaleros“ noch Turnierneuling. Gerade einmal 90 WM-Minuten hatten die Mittelamerikaner 2018 vor dem Spiel gegen die „Three Lions“ auf dem Buckel. Bei dem Turnier in Russland stand am Ende ein recht deutliches 6:1 auf der Anzeigetafel.
Damals wie heute in der Startelf der Engländer: Jordan Pickford und Stürmerstar Harry Kane. Vor acht Jahren traf der Bayern-Stürmer noch dreifach, im MetLife-Stadium in New Jersey jubelte Kane immerhin einmal.
Aber alles der Reihe nach. Bei englischem Wetter war es die Elf aus Panama, die nach gut zehn Sekunden das erste Mal am englischen Tor anklopfte. Der Schuss von Tomas Rodriguez kam aber zu zentral, um Jordan Pickford wirklich vor gröbere Probleme zu stellen.
Auf der Gegenseite war es nach sieben Minuten Marcus Rashford, der beim Keeper von Panama vorstellig wurde. Seinen Schuss aus rund 20 Metern konnte Mosquera aber zur Ecke klären.
England tat sich gegen Panama schwer
England tat sich in den ersten zwanzig Minuten gegen eine tief stehende Mannschaft aus Panama sichtlich schwer. Sinnbildlich für das Spiel bis zur Hydration Break: Die "Three Lions" hatten zu diesem Zeitpunkt 74 Prozent Ballbesitz und hielten nur bei einem einzigen Torschuss. Ganz anders die panamaische Nationalmannschaft. Immer wieder konnten die Panamaer kleine Nadelstiche aus Kontern heraus setzen.Wie etwa nach 27 Minuten, als José Luis Rodriguez in den englischen Strafraum einzog, allerdings am 32-jährigen Pickford scheiterte.
Es wurde das von England-Coach Thomas Tuchel erwartete schwierige Spiel. Der Deutsche sprach bereits vor dem letzten Gruppenmatch der "Three Lions" von einem schwer knackbaren Gegner. Ab der 30. Minute versuchte England zunehmend, Lösungen gegen die gegnerische Abwehr zu finden. Der Ansatz, hohe Bälle über die letzte Kette zu spielen, mündete in der 38. Minute zumindest in einem vergleichsweise gefährlichen Rashford-Kopfball. Die beiden Mannschaften gingen schlussendlich mit einem 0:0 in die Pause, auch weil es wieder Marcus Rashford war, der bei einem Freistoß das Tor verfehlte.
Thomas Tuchel konnte mit dem Spiel seiner Mannschaft in Halbzeit eins alles andere als zufrieden sein. Die englische Offensive rund um Harry Kane blieb aber auch zu Beginn des zweiten Durchgangs farblos. Wenn von den "Three Lions" Gefahr ausging, dann meistens über Rashford, der aber in Minute 55 seinen Meister im Außennetz fand.
Wenn es aus dem Spiel nicht klappt, dann sind meistens Standardsituationen die Lösung. Im konkreten Fall für England besorgte so ein Standard dann auch die erlösende 1:0-Führung. Bellingham konnte den halbhoch in den Fünfmeterraum getretenen Eckball volley und unhaltbar ins Tor bugsieren (62.).
Kane wird zu Englands neuem WM-Rekordtorschützen
Das Tor fungierte in etwa wie der englische Dosenöffner für das Match. Die Mannschaft von Tuchel tat sich in den folgenden Minuten sichtlich leichter. So richtig bemerkbar machte sich das nur vier Minuten nach dem Führungstreffer. Harry Kane konnte nach einer Bellingham-Flanke per Kopf zum 2:0 erhöhen. Damit hält der Stürmer nun bei turnierübergreifenden elf WM-Toren und ist alleiniger WM-Rekordtorschütze Englands.
Die "Three Lions" zogen sich in weiterer Folge etwas aus dem Spiel zurück. Panama kam sogar noch zu vereinzelten Chancen und erzielte in der Nachspielzeit den vermeintlichen Anschlusstreffer. Die Fahne des Schiedsrichterassistenten verhinderte letztlich aber Panamas erstes Tor bei dieser WM. England fixierte somit schlussendlich den Gruppensieg.
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