Sport | Fußball
10.06.2017

ÖFB-Team: Mit Optimismus und viel Feuer ins kühle Dublin

Heute hebt das ÖFB-Team zum WM-Qualifikationsspiel gegen Irland ab. Will man die Chance auf die WM 2018 in Russland wahren, muss man gewinnen.

In Dublin herrscht große Vorfreude auf das Spiel am Sonntag. Obwohl die Karten für das Duell Irland gegen Österreich durchschnittlich zünftige 60 Euro kosten, wird das 51.700 Zuschauer fassende Aviva-Stadium, die Arena für Fußball und Rugby, ausverkauft sein. "Es wird eine sensationelle Stimmung geben", ist der gesprächige Taxi-Fahrer Russell Conor überzeugt.

Denn in Irland wittert man die Chance, mit einem Sieg über das Team von Marcel Koller der WM-Endrunde 2018 in Russland einen großen Schritt näherzukommen. "Und wir wissen, dass bei euch wichtige Spieler fehlen", erklärt der wohl best-informierte Taxler von Dublin.

Gut informiert und vorbereitet reist auch das österreichische Team auf die grüne Insel. Zehn Tage lang hat man nun in Stegersbach und Wien dafür Schwung geholt. "Ich bin überzeugt, wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen, dass wir die bessere Mannschaft sind", meinte Zlatko Junuzovic einmal mehr.

Er hat schmerzhafte Erinnerungen an Dublin, beim letzten Gastspiel (2:2) musste er mit einer Rissquetsch-Wunde am Knie nach einer halben Stunde ausgetauscht werden. "Die Narbe sieht man immer noch." Vielleicht kann er sich nun mit einem Sieg revanchieren. "Das Feuer ist da, jeder gibt Gas.Fakt ist aber, dass das Leben kein Wunschkonzert ist."

Verlieren verboten

Marcel Koller weiß, dass bei einer Niederlage nicht nur die WM dahin ist, sondern auch sein Job vorzeitig beendet werden könnte. Wenngleich ÖFB-Präsident Leo Windtner eifrig betont, dass Kollers Vertrag nach wie vor bis zum Ende der Qualifikation läuft. Koller fordert von seinen Schützlingen die richtige Mischung aus Kampfgeist und Spielwitz. "Wir dürfen von der Robustheit nicht überrascht sein. Wir müssen in den Zweikämpfen dagegenhalten, müssen aber unsere spielerische Qualität in den Vordergrund stellen."

An Unterstützung von den Rängen wird es jedenfalls nicht fehlen, 2500 Fans begleiten das Team nach Irland. Viele von ihnen reisten schon gestern durchaus beschwingt, sangesfreudig und optimistisch an. Eine Gruppe aus Wien hat sogar ein Spiel gegen irische Fans für Samstag ausgemacht – praktisch das Vorspiel zum großen Showdown.