Die nächsten Ziele warten: Sportdirektor Schöttel (li.) mit Teamchef Foda

© APA/ROBERT JAEGER

Sport Fußball
07/09/2021

ÖFB-Sportdirektor Schöttel: „Die Messlatte ist jetzt hoch“

Peter Schöttel blickte auf die EURO aus ÖFB-Sicht zurück und wünscht sich in Zukunft öfter Leistungen wie gegen Italien.

von Alexander Strecha

Noch befindet er sich im EURO-Modus und kann nicht wirklich abschalten. Bei ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel wirkt das Turnier noch nach, die Erinnerungen an die vier Spiele der Österreicher sind unterm Strich schön und positiv. „Wir haben uns Ziele gesetzt. Zunächst wollten wir den ersten Sieg bei einer EURO schaffen, dann das Achtelfinale erreichen und letztlich die Leute begeistern mit unserem Spiel. Das ist durchaus gelungen.“

Vor allem mit dem Achtelfinal-Auftritt in Wembley gegen Italien.

Nervöse Italiener

Schöttel wagte damals einen Seitenblick. „Man sah ja ganz gut zur italienischen Bank und Teamchef Mancini rüber. In der zweiten Hälfte hat man gemerkt, wie sie nervös geworden sind. Das war interessant zu beobachten und zu hören, was sie so reden.“

Italien wankte, fiel aber bekanntlich nicht.

Gesteigerte Erwartung

Tage vor dem Italien-Spiel motivierte Teamchef Foda seine Spieler und verwies darauf, dass im Prinzip die italienische Liga gegen die deutsche Liga antritt. „Alle haben daran geglaubt, Italien schlagen zu können“, erinnert sich Schöttel an die Stimmung im Team.

WM-Quali im Fokus

Die Messlatte habe man sich selbst nun sehr hoch gelegt, daran wird man im Herbst bei der WM-Qualifikation gemessen werden. Innerhalb einer Woche gastiert man in der Republik Moldau und in Israel und empfängt zum Abschluss Schottland. „Der Rhythmus wird ein anderer, intensiverer sein“, weiß Schöttel.

Die fast fünf Wochen des Zusammenseins vor und während der EURO seien durchaus harmonisch über die Bühne gegangen, wenngleich natürlich auch schwierige Situationen zu bewältigen waren.

Andere Ligen hilfreich

Die Aussagen in einem Artikel des Profil, wonach die Spieler Foda die Taktik vorgegeben hätten, wies Schöttel als absurd vom Tisch. „Das hat intern nicht stattgefunden. Es ist aber logisch, dass sich der Teamchef mit dem Spielerrat ab und zu zusammensetzt und diverse Dinge bespricht.“ Die externe Diskussion habe man intern nicht wirklich mitbekommen, zumal die aktuelle Kicker-Generation kaum noch Zeitungen in Händen hält, sondern sich vielmehr im Internet bewegt.

EURO 2020: ANKUNFT DES ÖFB-TEAMS AUS LONDON

Peter Schöttel weiß, dass sich einige Teamspieler ins Rampenlicht gedribbelt haben, er hält auch den einen oder anderen Transfer für möglich. „Für das Nationalteam wäre es gut, wenn wir breiter aufgestellt wären. Aktuell sind 95 Prozent in Deutschland beschäftigt.“ Legionäre in Spanien, Italien oder England würden auch neue Impulse mitbringen.

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