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Sport Fußball
10/15/2020

ÖFB-Noten: Viel Gutes, aus dem einer aber hervorstach

Lainer war der Wirbelwind auf der rechten Flanke, Schöpf, Schlager, Baumgartner und Alaba konnten auch überzeugen.

von Alexander Strecha, Andreas Heidenreich

Gegen einen unangenehmen Gegner verdienten sich die Österreicher letztlich am Mittwochabend den 1:0-Sieg in Rumänien. Weil es im Kollektiv auch keinen wirklichen Schwachpunkt gab.

Pavao Pervan (3): Bis auf eine kleine Unsicherheit strahlte der Goalie Ruhe aus, wurde aber auch nicht zu Glanzparaden gezwungen.

Stefan Lainer (1): Österreichs Bester, weil er auf der rechten Flanke die Rumänen durcheinander wirbelte und extrem effizient in der Offensive war. Legte gleich vier Großchancen auf.

Aleksandar Dragovic (3): Ruhig im Spiel, gutes Timing in den Zweikämpfen, präzise im Spielaufbau. Sehr solider Auftritt in seinem 84. Länderspiel, mit dem er mit einem gewissen Herbert Prohaska statistisch gleichzog.

Martin Hinteregger (3): In seinem 50. Länderspiel sah er schon früh die Gelbe Karte, wurde zwischendurch heftig gefoult, was sich einen Ausschluss verdient hätte. Teamchef Foda holte ihn aus Gründen der Sicherheit vorzeitig vom Platz, um keine Rote Karte zu riskieren.

David Alaba (2): In der ersten Hälfte war er vermehrt mit Defensivaufgaben beschäftigt, erst nach der Pause kam er offensiv immer besser ins Spiel und konnte im Finish entscheidende Akzente setzen. Das Tor zum Sieg ging von ihm aus.

Stefan Ilsanker (3): Seine Verlässlichkeit ist gleichzeitig seine Legitimität in der Startelf. Abermals ein Auftritt ohne Fehl und Tadel, im Mittelfel zunächst, nach der Pause auch vermehrt in der Abwehr.

Julian Baumgartlinger (3): Kämpfte wie ein Löwe, lief sehr viel, beging ein paar kleine Fehler, ein Schuss aus sehr guter Position fiel viel zu schwach aus.

Alessandro Schöpf (2): Brauchte einige Zeit, um wirklich auf Temperatur zu kommen und seine spielerische Qualität ins Treffen zu führen. Verließ immer wieder den Flügel, um zentral am Spielgeschehen teilzunehmen. Blieb in der entscheidenden Situation aber am Flügel, von wo er dann zum Sieg traf. Sein 5. Länderspieltor.

Xaver Schlager (2): Rackerte, lief wie aufgezogen, weil er überall auf dem Feld seinen Arbeitsplatz wähnte. Hatte zudem bei zwei Topchancen Pech, einmal mit dem Kopf, einmal fehlten bei einem Schuss die berühmten Zentimeter zum Torjubel. Stark.

Christoph Baumgartner (2): Ähnlich wie Schöpf zog es auch ihn von seiner linken Seite immer wieder in die Mitte, war in der Offensive eigentlich überall zu finden und fand auch diesmal wieder Chancen vor. Er vergab sie, weil ihm das nötige Glück nicht lächelte.

Michael Gregoritsch (3): In der ersten Hälfte war er stark und präsent, lief viel und klug, band sich dadurch ins Kombinationsspiel ein. Nach der Pause bekam er weniger Bälle, weil Schöpf und Baumgartner sie ihm in seinem zentralen Angriffsbereich wegschnappten.

Stefan Posch (3): Kam für Hinteregger und leistete sich in der verbleibenden Zeit in der Defensive keinen Lapsus.

Florian Grillitsch (0): Ersetzte im Finish Kapitän Baumgartlinger im zentralen Mittelfeld.

Reinhold Ranftl (0): Kam in den Genuss einiger Spielminuten, auf der rechen Seite statt Schöpf.

Sasa Kalajdzic (0): Foda warf in in der letzten Minute ins Geschehen, um beim Zeitschinden und Ballhalten zu helfen.

 

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