Deutschland zu Gast: Können die ÖFB-Frauen die Serie brechen?
Zusammenfassung
- Österreichs Frauen-Nationalteam hat bisher alle Spiele gegen Deutschland verloren und strebt eine Verbesserung in der Nations League an.
- Teamchef Schriebl plant einen aggressiven und aktiven Auftritt gegen Deutschland, um die Leistung aus dem Hinspiel zu verlängern.
- Die Partie im Franz-Horr-Stadion wird nicht ausverkauft sein, aber es besteht Hoffnung auf mehr Zuschauer und eine starke mannschaftliche Leistung.
Deutschland ist für Österreichs Frauen-Nationalteam bisher unüberwindbar gewesen. In Sechs spielen verloren die ÖFB-Frauen sechsmal. Zuletzt gab es nach 1:0-Führung in Nürnberg eine 1:4-Niederlage in der Nations League. Im Vorjahr führten die Österreicherinnen im Heimspiel in Linz in der EM-Qualifikation gar 2:0, verloren aber mit 2:3.
Morgen, Dienstag (20.30 Uhr/live ORF Sport+), bietet sich für die ÖFB-Auswahl zum Abschluss der Gruppe A1 der Nations League im Franz-Horr-Stadion in Wien eine neue Möglichkeit. Für Brisanz ist aufgrund des Nachbarschaftsduells gesorgt, in der Tabelle sind die Plätze schon bezogen. Die DFB-Truppe ist fix Erster, Österreich zieht als Dritter ins Play-off im Herbst, um den Ligaerhalt zu erspielen.
ÖFB-Mittelfeldspielerin Sarah Zadrazil kennt etliche der Gegnerinnen richtig gut. Und sie weiß, „was gewisse Spielerinnen nicht so gern mögen“, sagt sie. Die Mannschaft von Teamchef Alexander Schriebl will aber mehr als die favorisierten Gegnerinnen „ärgern“. Man habe im Hinspiel lange mithalten können und wolle es diesmal noch länger tun. Auch wenn die Plätze in der Gruppe fix vergeben sind. „Die Deutschen haben sicher keine Lust, gegen Österreich zu verlieren“, mutmaßt Schriebl.
"Wir wollen ähnlich agieren wie in Nürnberg und versuchen, die Stunde, die wir gut mitgehalten haben, zu verlängern", sagte der Teamchef. Ein aggressiver, aktiver Auftritt inklusive hohem Verteidigen sei das Ziel. Der Fokus ist vor allem auf das eigene Spiel gerichtet. Im Vergleich zum 1:0-Erfolg in Schottland ist auch ein Einsatz der zuletzt an den Adduktoren angeschlagenen Claudia Wenger möglich.
"Gegen Schottland waren wir sehr dominant, obwohl es keine leichte Aufgabe war. Das gibt uns Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben", glaubt Schriebl.
Dass man bisher in jedem Spiel unter Schriebl ein Tor gemacht hat, zeige "eine gewisse Stärke". Andererseits wurde nie öfter als einmal getroffen. Kann man an der Effizienz arbeiten? "Wir thematisieren das nicht so groß. Wichtig ist, dass wir uns Chancen herausspielen", betonte Zadrazil. Das gelinge bisher gut.
ÖFB-Frauen "wollen Lücke schließen"
"Deutschland ist eine der besten Fußball-Nationen der Welt. Wir wollen die Lücke zu solchen Teams schließen, da braucht es gar nicht ganz so viel. Das haben wir schon bewiesen", meinte Zadrazil. "Wir müssen mannschaftlich geschlossen auftreten. Es ist nur im Kollektiv möglich, gegen diese extreme Qualität dagegenzuhalten", sagte die 32-Jährige. Deutschland sicherte sich Platz eins am Freitag mit einer 4:0-Machtdemonstration gegen Verfolger Niederlande.
Karten an der Abendkassa
Das erhoffte Ziel eines neuen Zuschauerrekordes, der seit 26. September 2023 bei 10.051 steht, wird klar verfehlt. Bis Anfang der Woche waren gut 4.000 Karten verkauft, der ÖFB und das Team machen kein Hehl daraus, dass man noch auf mehr hofft. Karten werden auch für Kurzentschlossene an der Abendkassa noch zu kaufen sein. „Alle in Rot“ ist die Devise beim Match gegen die Nachbarinnen, die als Favoritinnen bei der EM im Juli gelten und bei denen bekannte Namen wie Lea Schüller, Jule Brand und Giulia Gwinn zu finden sind.
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