Domoraud (Admira) und Todorovski im Zweikampf.

© APA/HERBERT PFARRHOFER

ÖFB-Cup
04/08/2014

Sturm Graz kämpft Admira mit 1:0 nieder

Die Grazer siegen in der Südstadt und stehen als erstes Team im Cup-Halbfinale.

Zwei Tage nach dem 1:1-Remis in der Bundesliga trafen sich Admira und Sturm erneut zum Duell. Dieses Mal stand das ÖFB-Cup-Viertelfinale am Programm, bei dem es für beide Mannschaften um einiges ging. Denn Sturm als Siebenter und die Admira als Achter haben in der Liga keine realistische Chance mehr auf einen Europacup-Startplatz. Der Cup war für beide Teams also die letzte Möglichkeit. Besonders hoch waren die Erwartungen bei Sturm Graz, da das Team von Darko Milanic in der laufenden Saison vieles schuldig blieb. Dieser Druck war der Mannschaft auch über weite Strecken anzumerken.

Fehlpassorgie

Nach der ersten halben Stunde flaute die zu Beginn flotte Partie ab. Kaum eine Mannschaft konnte den Ball über längere Strecken kontrollieren. Neben vielen Fehlpässen sah man noch die eine oder andere Härteeinlage. Die Südstätter konnten ihrer Feldüberlegenheit nicht in Tore ummünzen. Vor allem Benedikt Pliquett im Sturm-Tor verhinderte mit guten Paraden einen Rückstand der Grazer. Der Deutsche rettete bei einem Domoraud-Abschluss mit dem Fuß zur Ecke (6.), hatte mit einem schwachen Windbichler-Kopfball aus guter Position keine Mühe (18.) und musste bei zwei Schüssen von Stefan Schwab (24., 27.) sein Können aufbieten.

Wesentlich effizienter waren da die Grazer, die eigentlich aus keiner Chance ein Tor machten. Mit dem zweiten Schuss aufs gegnerische Gehäuse gingen die Grazer in Führung. Hadzic sorgte in der 50. Minute für den Treffer, der den Grazern auch den Einzug ins Halbfinale brachte. Die Erleichterung war der Mannschaft, dem Trainer und den zahlreich mitgereisten Surm-Fans anzumerken.

Europacup-Ticket

Den Grazern könnte nun eventuell schon ein weiterer Sieg reichen, um sich ein Europacup-Ticket zu sichern. Sollte nämlich Meister Salzburg den Cup gewinnen, darf der Finalist fix in der Europa-League-Qualifikation antreten. Die "Bullen" treffen im letzten Viertelfinale am 16. April auswärts auf den WAC. Tags zuvor misst sich Horn mit dem Regionalliga-Ost-Vertreter Amstetten und Ried mit St. Pölten. Das Halbfinale wird am 20. April ausgelost, Spieltermine sind 6./7. Mai. Das Finale geht am 18. Mai in Klagenfurt über die Bühne.

Ergebnis

FC Admira Wacker Mödling - SK Sturm Graz Endstand 0:1 (0:0).
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 3.146, SR Schüttengruber.

Tor: 0:1 (50.) Hadzic

Admira: Kuttin - Auer, Windbichler, Schösswendter (76. Katzer), Wessely - Ebner (60. Sax) - Schick (69. Pranjic), Thürauer, Schwab, Domoraud - R. Schicker

Sturm Graz: Pliquett - Todorovski, Madl, Vujadinovic, Klem - Schloffer, Hadzic (72. T. Kainz), Offenbacher, F. Kainz (84. P. Wolf) - Beric, Djuricin (65. Beichler)

Stimmen zum Spiel

Walter Knaller (Admira-Wacker-Mödling-Trainer): " Wir haben vieles versucht, uns sehr bemüht, ins Spiel zu kommen, das ist uns aber nicht gelungen, weil Sturm gut verteidigt und das Zentrum gut zugemacht hat. Dann haben sie die Führung erzielt, dann ist es für uns schwierig geworden. Das Bemühen in der Offensive war da, die Mittel waren zum Teil aber untauglich und die Effektivität war nicht so vorhanden wie am Anfang im Frühjahr. Wir waren auch nach den vielen Spielen ein bisschen schwerfällig. Natürlich sind wir enttäuscht. Wir brauchen uns aber nicht grün und blau ärgern, weil wir nicht so gut waren, dass wir unbedingt gewinnen hätten müssen."

Darko Milanic (Sturm-Graz-Trainer): "In der ersten Hälfte waren die Beine bei den Spielern schwer, sie konnten sich gar nicht bewegen, das war eine schwache Leistung. Die Jungs haben zur Pause gewusst, dass das zu wenig war. Beim Tor haben wir den nötigen Raum gehabt und das ausgenützt. Wir haben unsere Ziele zu erreichen. In der Liga ist es sehr schwer, wir haben unsere Probleme. Im Cup haben wir jetzt den Aufstieg geschafft, das Halbfinale wird aber wahrscheinlich noch schwerer als heute."

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