Sport | Fußball
31.01.2012

Nur Magath durfte auf Einkaufstour gehen

Die Wirtschaftskrise sorgt für Zurückhaltung auf dem Transfermarkt. Nur Wolfsburg kauft teuer ein.

Am 31. Jänner geht es traditionell rund. In Spanien verlief das Transferfinish aber beschaulicher als zuletzt. Die Wirtschaftskrise hat den Profi-Fußball erfasst. Die 20 Vereine der obersten Liga gaben bis zum letzten Transfertag nur 9,6 Millionen Euro für neue Spieler aus, ein Drittel der Summe des Vorjahres. Real Madrid und Barcelona hielten sich überhaupt zurück.

Profitiert haben von der Krise in Spanien die österreichischen Vereine. Vienna, WAC/St. Andrä und St. Pölten setzen auf das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und holten im Jänner weitere Spanier in die zweite Spielklasse.

VW-Millionen

In Deutschlands Bundesliga wurden hingegen rund 50 Millionen Euro ausgegeben. Hoffenheim hat nach der Janko-Absage Srdjan Lakic von Wolfsburg als Ersatz für Goalgetter Ibisevic (Stuttgart) leihweise verpflichtet. In Wolfsburg durfte Trainer-Manager Felix Magath mit VW-Geld wieder einmal auf Shopping-Tour gehen. Allein im Winter wurden rund 30 Millionen in acht weitere Neue investiert.

Für die Amateure von Wolfsburg hingegen gab es nur schmale Kost, es wurde ein Spieler der Wiener Austria ausgeliehen. Der 18-jährige Mittelfeldspieler Alex Jovanovic aus der Akademie
der Wiener kann nach eineinhalb Jahren fix verpflichtet werden.