Ein Einser für den Einser: Daniel Bachmann hielt, was zu halten war

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Sport Fußball
06/07/2021

ÖFB-Noten nach Nullnummer: Österreichs Teamspieler unter der Lupe

Der Schlussmann ging voraus. In der Offensive fehlt kurz vor der EURO die Durchschlagskraft.

von Andreas Heidenreich, Alexander Strecha

Die Gefahr, dass rund um Österreichs Nationalmannschaft vor der EM eine überbordende Euphorie ausbricht, ist spätestens seit Sonntag gebannt. Das 0:0 im Testspiel im Wiener Happel-Stadion gegen die Slowakei hinterließ eine gewisse Ernüchterung, dennoch glaubt Teamchef Franco Foda bis zum ersten ÖFB-Endrunden-Match am 13. Juni in Bukarest gegen Nordmazedonien an eine Trendumkehr in Richtung Vorfreude. "Ich gehe davon aus, dass die Stimmung Tag für Tag steigen wird."

Der KURIER verteilte wie immer Noten an die ÖFB-Spieler. Dabei gab es einen Vorzugsschüler, aber keinen Sitzenbleiber.

  • Daniel Bachmann: Note 1

Österreichs neue Nummer eins hatte es in Summe ruhig, war aber drei Mal entscheidend zur Stelle: Nach 26 Minuten bei einem Volley von Mak, nach der Pause im Duell mit Haraslin und später gegen Duris bärenstark. Allerdings: Mit dem Ball am Fuß wirkt er nicht sattelfest.

  • Christopher Trimmel: Note 3

Schön für den Teamchef, so einen Reservisten für Stefan Lainer zu haben. Glänzte durch Athletik und Dynamik, machte seine Seite zu, eroberte Bälle und brachte sich offensiv ein. Allerdings: Sein Fehlpass zur dritten Chance der Slowaken durch Duris war ein ordentlicher Schönheitsfehler.

Philipp Lienhart: Note 3

Schon Nummer drei im Abwehrzentrum? Der Freiburg-Legionär bekam vor Posch die Chance für Spielpraxis und war solide.

Martin Hinteregger: Note 3

Ein solider Auftritt des Abwehrchefs. Gute, scharfe Pässe ins Mittelfeld, defensiv ließ er sich nur einmal überlaufen – bei der Chance von Haraslin nach der Pause.

Andreas Ulmer: Note 3

Konnte in Ballbesitz immer wieder hoch stehen und für Breite sorgen, weil sich Alaba oft zwischen ihm und Hinteregger positionierte. Offensiv bemüht, defensiv einige Male sehr aufmerksam.

Florian Grillitsch: Note 3

Österreichs Mann für spielerische Lösungen zeigte, dass er nicht nur Pässe spielen, sondern auch draufhauen kann. Sein Volley war sehenswert, in der Spielgestaltung hatte er allerdings schon bessere Tage.

David Alaba: Note 2

Durfte erstmals unter Foda Sechser spielen und fühlte sich wohl, forderte permanent den Ball und war im Spielaufbau omnipräsent. Auf dieser Position stark verbessert, auch wenn nicht immer alles gelang.

Valentino Lazaro: Note 4

Noch zeigte sein privates Dubai-Trainingslager nicht die erhoffte Wirkung. Defensiv war wenig gefordert, nach vorne kam auch gerade deshalb zu wenig.

Marcel Sabitzer: Note 3

Konnte trotz Unterzahl im Zehner-Raum immer wieder Bälle behaupten und machte seine Sache 45 Minuten lang ordentlich.

Christoph Baumgartner: Note 4

Startete mit einem fürchterlichen Fehlpass nach nicht einmal zwei Minuten und tat sich schwer, ins Spiel zu finden. Nach einer halben Stunde taute er kurz auf, dribbelte in den Strafraum und fand so Österreichs zwingendste Chance vor der Pause vor. In Summe nach seiner Verletzung noch nicht voll in Schwung.

Sasa Kalajdzic: Note 4

Noch nicht in EM-Form, zwar bemüht, oft anspielbar zu sein, doch unterliefen ihm immer wieder Ballfehler. Im Strafraum fanden ihn die Österreicher kaum.

Konrad Laimer: Note 3

Kam zur Pause als Sechser und rückte kurz darauf weiter nach vorne. Sein Bewegungsradius hat Seltenheitswert, seine Position im Team sucht er noch.

Louis Schaub: Note 3

Zeigte, dass er als Joker Schwung bringen kann, tat sich wie die meisten aber schwer gegen den tief verteidigenden Gegner.

Marko Arnautovic: Note 2

Bekam schon beim Aufwärmen Applaus von den Rängen und zeigte nach seiner Einwechslung prompt, dass Österreich mit ihm im letzten Drittel gefährlicher ist. Traf die Stange und scheiterte am grandiosen Goalie Dubravka, viel fehlte nicht und er hätte wieder eine Partie entschieden. Ein Hoffnungsträger für die EURO.

Stefan Ilsanker: Note 2

Kam für eine halbe Stunde und überzeugte im Zentrum durch sein starkes Zweikampfverhalten.

Zu kurz eingesetzt: Michael Gregoritsch, Stefan Posch.

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