Sport | Fußball 05.12.2011

Neuer spürt bei Bayern Gegenwind

Gladbach gewann dank eines Patzers des neuen Star-Goalies 1:0 in der Allianz-Arena.

Eines muss man Manuel Neuer zumindest lassen: Er schiebt die Schuld nicht auf andere. "Ganz klar, ich nehme das Tor auf meine Kappe", erklärte der neue Torhüter von Bayern München nach der 0:1-Heimpleite gegen Mönchengladbach.

Tatsächlich hatte Neuer beim Gegentor durch Igor De Camargo seine Finger im Spiel, weil er beim übermotivierten Herausstürmen den Ball nicht zu fassen bekam. "Da sehe ich blöd aus", gestand der deutsche Team-Goalie unumwunden ein.

Und auch der neue Bayern-Trainer Jupp Heynckes machte klar deutlich, wer die Hauptverantwortung für den Fehlstart trägt. "Manuel hätte da nicht rausgemusst. Das war ein völlig unnötiger Gegentreffer."

Neuer hätte sich seinen Einstand in München sicherlich anders vorgestellt. Schon als sein Wechsel von Schalke zum FC Bayern bekannt geworden war (um die Rekordsumme von knapp 20 Millionen Euro), hatten Bayern-Fans gegen den Torhüter mobil gemacht. In den Vorbereitungsspielen wurde Neuer mit bissigen Transparenten und Pfiffen empfangen. Kritik und Schmährufe, die bei der ansonsten so souveränen Nummer eins offenbar ihre Spuren hinterlassen haben.

In der Vorbereitung hatte Neuer beim unbedeutenden Liga.total-Cup gegen den HSV einen Treffer verschuldet, nach dem Fehlgriff gegen Mönchengladbach wird der Gegenwind noch stärker. Selbst Kaiser Franz Beckenbauer, ein erklärter Fan von Neuer, sparte nicht mit Kritik. "Er wäre besser im Tor geblieben."

Abwechslung

Der Abstecher zum deutschen Nationalteam, das am Mittwoch in Stuttgart auf Brasilien trifft, muss für Manuel Neuer eine Wohltat sein. Hier genießt er das uneingeschränkte Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw, hier im Team war er zuletzt immer der Mister Zuverlässig.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011