Sport | Fußball
11.12.2017

Neue Antwort auf die Stürmerkrise bei Rapid

Prosenik wird gehen, Joelinton soll bleiben und ein Österreicher könnte den Angriff verstärken.

Eigentlich geht es bergauf: Zum ersten Mal seit dem 4:0 gegen den WAC am 6. Mai hat Rapid mehr als ein Stürmertor geschossen. Joelinton, mit einer Bewerbung für das Tor des Monats, und Prosenik, mit seiner ersten Ballberührung, retteten in einer furiosen wie kuriosen Partie gegen Mattersburg zumindest noch das 2:2.

Andererseits nimmt die Stürmerkrise groteske Ausmaße an. Gegen Altach (1:2) hat Kvilitaia vier Hochkaräter vergeben, gegen Mattersburg gelang Joelinton diese schwarze Serie. Dazu war der Mann mit dem präzisesten Abschluss (Schaub) drei Mal glücklos.

Dadurch wird verdeckt, dass offensiv eine der besten Leistungen seit langem geboten wurde. Ein Dutzend (vergebene) 100%-ige Chancen wurde teilweise wunderbar herausgespielt.

"Mehr geht nicht", meint Trainer Djuricin, der nach der vierten sieglosen Partie und dem fünften 2:2 dieser Saison erstmals richtig sauer war.

Mehrere Angebote

Die Schlüsse daraus? Prosenik steht dennoch vor dem Abschied im Winter. Djuricin will für seinen Kombinationsfußball einen spielstarken Mittelstürmer. Da hat aus Sicht des Trainerteams Joelinton (das ist offensichtlich), aber auch Kvilitaia Vorteile gegenüber dem Wiener.

Proseniks Manager Christian Sand meint: "Es gibt konkrete Angebote aus dem In- und Ausland." Nach den negativen Erlebnissen bei Chelsea und Milan hat Prosenik zuletzt stets österreichische Lösungen vorgezogen. Deswegen könnte der 24-Jährige bei Altach landen.

Viel Arbeit für Bickel

Sportdirektor Bickel muss zwei weitere Stürmer-Fragen klären. Der (erfolglos) nach Rijeka verliehene Jelic dürfte trotz des bis 2019 laufenden Vertrages keine Rolle mehr spielen. Joelinton gehört Hoffenheim, fühlt sich aber wohl bei Rapid. Aufgrund des immensen Potenzials des 21-Jährigen wird eine längerfristige Lösung gesucht. Die Wunschvorstellung für den neuen Stürmer?

Österreicher, (eher) jung und viel Potenzial. Da ab Sommer auch noch der Ungar Szanto als Legionär zählt, soll nicht noch ein Ausländer gekauft werden.