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Sport Fußball
06/12/2019

Nestor El Maestro neuer Sturm-Trainer

Der 36-Jährige wird Nachfolger von Roman Mählich. Assistieren wird ihm sein Bruder Nikon. Der SKN sucht noch.

Nestor El Maestro heißt der neue Trainer von Sturm Graz. Der 36-Jährige tritt die Nachfolge von Roman Mählich an, von dem sich die Grazer nach einer verkorksten Saison getrennt hatten und unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2021. El Maestro wird noch am heutigen Mittwoch (10.00 Uhr) im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Der serbisch-stämmige El Maestro war zuletzt als Chefcoach des bulgarischen Erstligisten ZSKA Sofia im Februar dieses Jahres entlassen worden. Zuvor hatte er Spartak Trnava zum Gewinn der slowakischen Meisterschaft geführt. Der österreichischen Öffentlichkeit war er durch diverse Tätigkeiten im Trainerstab bei der Wiener Austria bekannt geworden.

"Wunderkind" mit an Bord

"Es freut mich, dass sich die Vereinsverantwortlichen für mich entschieden haben. Ich blicke der kommenden Aufgabe beim SK Sturm mit Vorfreude entgegen. Mein Staff und ich werden alles dafür geben, dass wir das vorhandene Potenzial in der Mannschaft abrufen und gemeinsam mit den tollen Anhängern in Graz zukünftig Erfolge feiern können", wird El Maestro in einer Presseaussendung zitiert. 

Sportdirektor Günter Kreissl erklärt, dass es "den Erstkontakt bereits vor über eineinhalb Jahren während seiner Zeit in Trnava gegeben hat. Nestor konnte sich für sein junges Traineralter, auch aus internationalen Gesichtspunkten, bereits einen unglaublichen Erfahrungsschatz im Trainerbereich aneignen. Darüber hinaus sind aus meiner Sicht die Erfolge seiner ersten zwei Cheftrainer-Stationen als ganz außergewöhnlich zu bezeichnen". El Maestros Wissen über die heimische Liga wären zudem ein weiterer Pluspunkt.

El Maestro nimmt seinen Co-Trainer und Bruder Nikon El Maestro nach Graz mit, wo er in derselben Funktion fungieren wird. Der heute 26-Jährige galt einst als ein "Wunderkind", in seiner aktiven Karriere konnte er aber die hohen Erwartungen nicht erfüllen. 

Ein weiterer Trainerwechsel in der Bundesliga?

Der SKN St. Pölten sucht immer noch einen Nachfolger für Trainer Ranko Popovic, der noch ein Jahr Vertrag hat. Favorit ist nach der Absage von Markus Schopp, für den sich St. Pölten und der WAC interessiert haben, laut Sportzeitung Alexander Schmidt.

Der Deutsche, der bis Winter in Salzburg Nachwuchstrainer war, ist schon im März als Popovic-Nachfolger im Gespräch gewesen.
 

Die Chronologie der Trainerwechsel in der Saison 2018/19: 

21. August 2018: Gerald Baumgartner muss nach einem Sieg aus den vier Runden nach einem 0:6 daheim gegen den WAC als Mattersburg-Trainer gehen. Nach einem Spiel unter Interimscoach Markus Schmidt wird am 28. August Klaus Schmidt vorgestellt.

29. September 2018: Goran Djuricin wird als Rapid-Trainer abgelöst – am Abend nach einer  0:2-Heimniederlage gegen St. Pölten. Die Hütteldorfer sind Tabellen-Achter. Dietmar Kühbauer wechselt zwei Tage später vom Tabellenzweiten St. Pölten zu Rapid. Beim SKN übernimmt nach einem Spiel unter Interimscoach Marcel Ketelaer am 10. Oktober Ranko Popovic.

28. Oktober 2018: Ernst Baumeister wird bei Schlusslicht Admira nach einer 0:2-Niederlage bei Rapid beurlaubt. Schon einen Tag später wird der Deutsche Reiner Geyer präsentiert, der davor 1. FC Nürnberg II betreut hat.

5. November 2018: Heiko Vogel muss nach 13 Runden beim Tabellenachten Sturm seinen Platz auf der Trainerbank räumen. Nach einem Spiel unter Joachim Standfest und Günther Neukirchner wird am 12. November mit Roman Mählich ein weiterer Ex-Sturm-Spieler als neuer Cheftrainer vorgestellt.

3. März 2019: Nach einer 0:1-Heimniederlage gegen Admira und den Rückfall auf den letzten Platz muss Werner Grabherr als Altach-Trainer gehen. Den Grunddurchgang sollen Sportchef   Georg Zellhofer und Co-Trainer Wolfgang Luisser beenden.

5. März 2019: Nach sechs sieglosen Spielen in Folge ist Karl Daxbacher seinen Job  bei Wacker Innsbruck los. Thomas Grumser, davor Trainer von Wacker Innsbruck II, steigt auf, verliert aber die letzten beiden Partien des Grunddurchganges und geht als Schlusslicht in die Qualifikationsgruppe.

10. März 2019: Trotz Platz 3 vollzieht auch die Austria einen Trainerwechsel: Nach einem 1:3 daheim gegen Altach erfolgt die Trennung von Thomas Letsch. Dessen Assistent, Robert Ibertsberger, wird sein Nachfolger.

18. März 2019: Der Niederländer Alex Pastoor wird in Altach als neuer Coach präsentiert. Interimscoach Wolfgang Luisser wechselt erneut ins zweite Glied. 

27. Mai 2019: Die Austria gibt bekannt, dass Christian Ilzer ab kommender Saison das Traineramt übernimmt. 

28. Mai 2019: Ex-Liefering-Coach Gerhard Struber wird neuer Trainer des WAC. 

5. Juni 2019: Roman Mählich ist nach knapp sieben Monaten als Trainer von Sturm Graz schon wieder Geschichte. 

12. Juni 2019: Nestor El Maestro tritt die Nachfolge von Roman Mählich an.