epa03636799 Austria's Philipp Hosiner (R) celebrates with his teammates including David Alaba (up) after scoring the 2-0 lead during the FIFA 2014 World Cup qualifying soccer match between Austria and the Faroe Islands in Vienna, Austria, 22 March 2013. EPA/GEORG HOCHMUTH

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Nationalteam
03/25/2013

Die Statistik gibt vor: Volle Kraft voraus

Österreich gehört in Sachen Pressing zur europäischen Spitze. Die richtige Taktik gegen Irland?

von Alexander Strecha

Warum nicht eine Taktik anwenden, die man gut beherrscht? Folgt man dem Pfad der Logik, dann müsste Österreich im WM-Qualifikationsspiel gegen Irland am Dienstag in Dublin voll auf offensives Pressing setzen.

Denn eine Studie besagt, dass das rot-weiß-rote Team im Bereich der Balleroberung in der gegnerischen Hälfte europaweit einen Topwert aufweist. Mit diesem Ergebnis hat Teamchef Marcel Koller nicht ohne Stolz seine Schützlinge im Teamcamp konfrontiert, dem Hotel Steigenberger in der Wiener Herrengasse.

Emanuel Pogatetz, Verteidiger bei West Ham in der englischen Premier League, zieht daraus seine Schlüsse: „Wenn wir etwas gut können, dann sollten wir es auch anwenden.“ So lautet der allgemeine Tenor der Spieler – stets mit dem Hinweis, dass Koller in Sachen Taktik die letzte Instanz ist.

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Volle Kraft voraus also in Dublin, um die irische Abwehr gleich von Beginn an unter Druck zu setzen? Oder lieber abwarten und auf Konterchancen lauern? „Das ist eher nicht unser Spiel, wenngleich wir sicher auch gut kontern können“, meint Zlatko Junuzovic. Der Bremer Offensivgeist fordert ebenso wie die meisten seiner Kollegen, selbst aktiv zu werden.

Pogatetz weiß, was auf ihn und seine Abwehrkollegen am Dienstag (20.45 Uhr/live ATV) in der irischen Hauptstadt zukommen wird: „Wenn wir Pressing spielen, muss uns klar sein, dass die Iren dann mit hohen Bällen in die Spitze agieren werden.“ Das ist dann Sache der Verteidiger.

Was aber derzeit beim Nationalteam auffällt: Die personellen Möglichkeiten in der Offensive sind für Teamchef Marcel Koller vielfältig.

Bewerbung

Philipp Hosiner hat sich mit seinem Doppelpack gegen die Färöer aufgedrängt, gilt wegen seiner Laufbereitschaft und Wendigkeit als prädestiniert fürs Pressing. „Ich glaube, dass es eine gute Taktik wäre. Unter Druck machen auch die Iren Fehler. Der Teamchef wird entscheiden, ob mein Stil zum Spiel der Iren passt oder nicht. Abwarten, welche taktische Ausrichtung er uns mitgibt. “

Marc Janko hat sich fit zurückgemeldet und ist bereit für seinen Einsatz. Für ihn sprechen die internationale Erfahrung und die körperliche Präsenz, wenngleich er statischer agiert als Hosiner und auf Unterstützung der Mittelfeldspieler angewiesen ist. „Uns erwartet eine kampfbetonte Partie, da wird viel Körpereinsatz notwendig sein“, sagt der 1,96 Meter große Angreifer.

Weimann als Alternative

Andreas Weimann hat bei seinem Kurzauftritt am Freitag gezeigt, dass er sowohl an der rechten Flanke als auch im Angriff eine Alternative ist. „Am Dienstag ist es für den Trainer sicher eine schwierige Entscheidung, wen er aufstellt“, sagte der Stürmer von Aston Villa, der laut der englischen Boulevardzeitung Daily Mirror bei Dortmund ein Transferthema sein soll. Denn auch Martin Harnik steht nach überstandener Grippe dem Teamchef wieder zur Verfügung, seine Schnelligkeit könnte gegen die großen irischen Abwehrspieler ein Trumpf sein.

Sonntag Vormittag verzichtete Koller auf das Training, am Nachmittag wurde die Taktik geprobt. Am Montag fliegt das Team nach Dublin.

Hosiner: "Bin auch in Irland für Tore gut"

Zwei Teamspiele, zwei Tore. Die Statistik spricht für den Austria-Stürmer, der beim 6:0-Sieg gegen die Färöer Werbung in eigener Sache gemacht hat.

KURIER: Stört es Sie, dass manche Kritiker meinen, Sie hätten die Tore „nur“ gegen die Färöer erzielt?
Philipp Hosiner: Ich verstehe das Argument nicht ganz, denn ich hatte bisher noch nicht die Möglichkeit, meine internationale Reife unter Beweis zu stellen.

Gehen Sie von einem Einsatz auch in Dublin aus?
Das entscheidet der Teamchef. Ich traue mir jedenfalls einiges zu und habe genug Selbstvertrauen, um zu sagen: Ich bin auch in Irland für Tore gut.

Haben Sie es schon mit so großen, robusten Verteidigern à la Irland zu tun bekommen?
In der heimischen Liga am ehesten gegen Mattersburg. Gegen die hab’ ich schon ein paar Mal getroffen. Natürlich ist Irland eine ganz andere Kategorie.

Sie mussten viel Geduld aufbringen, ehe Sie Ihr Debüt im Team geben durften.
Mir ist nichts anderes übrig geblieben, als geduldig zu sein. Ich bin aber kein Spieler mit einer großen Klappe und stelle auch keine Ansprüche. Mir war klar: Bringe ich konstant meine Leistung, dann ist das Nationalteam nur eine Frage der Zeit. Die Konkurrenz ist ja groß.

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