Richtungweisend: Marcel Koller erklärt den Spielern, wo es lang geht

© APA/ROBERT JAEGER

Nationalteam
06/09/2015

Der Feinschliff für eine Glanztat

Marcel Koller hat die Aufstellung für das Russland-Spiel am Sonntag in Moskau schon im Kopf

von Alexander Strecha

One Direction. Die Band ist dafür verantwortlich, dass das österreichische Nationalteam in dieser Woche in der Generali Arena trainieren muss. Weil die britisch-irische Boygroup am Mittwoch im Happel-Stadion ein Konzert zum Besten gibt. Marcel Kollers Boygroup wünscht sich, dass das EM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Moskau gegen Russland ebenfalls in one direction verläuft. Und zwar in Richtung russisches Tor.

Ein Punktgewinn wäre für das Team ein großer Schritt in Richtung EURO 2016, wie auch Koller weiß und erstmals andeutet: „Wenn wir ein Remis mitnehmen, dann könnten wir damit gut leben.“ Das Trainingscamp vergangene Woche in Stegersbach diente der Erholung und dem Auffrischen der schon lange einstudierten Zielsetzungen. In dieser Woche verpasst Koller seinen Schützlingen in Wien den taktischen Feinschliff für Moskau. „Es wird aber nichts dabei sein, was sie nicht schon irgendwann einmal gehört haben. Wir gehen ins Detail und schärfen noch einmal den Fokus.“

Am Montag rückten mit Garics, Dragovic, Hinteregger und Sabitzer die letzten vier Teamkicker ins Hotel Steigenberger in der Herrengasse ein, waren daher mit von der Partie, als das Team beim neuen Hauptbahnhof die Taufe eines Railjet der ÖBB vornahm. Danach begaben sie sich zur ersten (noch öffentlichen) Trainingseinheit. Ab Dienstag übt der Kader im Geheimen und abgeschirmt.

Aufstellung im Kopf

Viele Fragezeichen gibt es weder bei der Aufstellung, noch bei der taktischen Ausrichtung für Sonntag. „Im Kopf bin ich die Elf schon durchgegangen. Aber ich lege mich nicht zu früh fest, weil während der Woche noch einiges passieren kann.“

Die einzig offene Position ist jene im zentralen Mittelfeld neben Julian Baumgartlinger. Überzeugt Stefan Ilsanker, den zuletzt der Oberschenkel zwickte, den Teamchef im Training, dann hat er gute Karten auf einen Einsatz von Beginn an. Wie schon im Heimspiel gegen Russland, als Alaba und Baumgartlinger fehlten und Ilsanker an der Seite von Salzburg-Kollegen Leitgeb zu überzeugen wusste.

Zweifelt Koller an Ilsankers Fitness, könnte Dragovic aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld vorrücken. In der Abwehr kann Koller ein Duo aus dem Trio Hinteregger, Prödl und Wimmer wählen. Wobei Hinteregger noch über Probleme an der Wade klagte. Ansonsten sind Almer im Tor, Klein und Fuchs in der Abwehr, Baumgartlinger, Harnik, Junuzovic und Arnautovic ebenso gesetzt wie Janko im Sturm.

Gerüchteküche

Jener Janko, der offensichtlich alle Sommer wieder einen neuen Verein sucht. „Ja, er hat damit irgendwie Pech und ein Problem“, nimmt es Koller aber von der heiteren Seite. „Marc ist jetzt in einer ganz anderen Situation als voriges Jahr. Jetzt hat er als Spieler der Saison überzeugt und wird schon einen Verein finden. Am Sonntag kann er zudem Werbung für sich machen.“ Nachsatz: „Wenn er spielt.“ Im Training hinterließ der Torjäger einen fitten Eindruck, seine Sonderschichten in Schönbrunn mit Tempoläufen auf die Gloriette hinauf machten sich bezahlt.

Die Gerüchteküche brodelt wieder einmal rund um Dragovic. Diesmal soll er beim FC Barcelona im Gespräch sein. Internationale Medien wollen wissen, dass er im Jänner 2016 zum Champions League-Sieger wechselt. Koller: „Das sind nur Gerüchte. Aber zutrauen würde ich es ihm auf alle Fälle. Für ihn wäre es Weltklasse. Zumal er jung ist und noch lernen kann.“

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