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Sport Fußball

Nach CL-Pleite: Die Bayern hoffen gegen ManCity auf ein Wunder

Nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel hofft der deutsche Rekordmeister auf einen magischen Abend.

04/19/2023, 03:00 AM

SelbstverstĂ€ndlich ist fĂŒr den FC Bayern MĂŒnchen noch alles möglich. Mit Sicherheit gibt es Beispiele, die Hoffnung machen, dieses 0:3 von Manchester wettzumachen. Und natĂŒrlich hat gerade der Fußball immer schon die verrĂŒcktesten Geschichten geschrieben.

Andererseits steht da auf der anderen Seite Manchester City. Wir reden hier von einem Team, das seine letzten zehn Pflichtspiele gewonnen und dabei nur vier Gegentore kassiert hat. Deshalb klingt es auch ein wenig nach Durchhalteparolen und Zweckoptimismus, wenn Bayern-Coach Thomas Tuchel nach der 0:3-Abfuhr im Viertelfinalhinspiel der Champions League trotzig festhĂ€lt: "Es ist erst vorbei, wenn wir im RĂŒckspiel unter der Dusche stehen."

Und Routinier Thomas MĂŒller wird nicht mĂŒde, daran zu erinnern: "Wir wissen, dass im Fußball schon ganz andere Dinge passiert sind. Vielleicht ist ja etwas Magisches möglich."

In ihrer aussichtslos wirkenden Lage bleibt den taumelnden MĂŒnchnern um den anfangs so euphorischen Trainer Thomas Tuchel gar nichts anderes ĂŒbrig, als bei Pep Guardiolas RĂŒckkehr in die Allianz Arena auf ein Fußball-Wunder historischen Ausmaßes zu hoffen.

Historisches Vorbild

Einige wenige Vorbilder fĂŒr Wunder in der K.o.-Phase gibt es tatsĂ€chlich. Etwa die Aufholjagd des FC Liverpool gegen den FC Barcelona im Halbfinale 2019, als die EnglĂ€nder trotz einer 0:4-Hinspielpleite noch ins Endspiel einzogen. "Es geht voll drauf! Wir sind schon noch da", versichert Thomas MĂŒller.

Im Fokus steht auch der Trainer. Was macht Tuchel? Womit ĂŒberrascht der neue Coach, nachdem es zuletzt auch in der Liga nicht nach Wunsch gelaufen war (1:1 gegen Hoffenheim).

Vor allem aber brauchen die Bayern Tore, Tore, Tore. Die Offensivabteilung muss liefern, nachdem zuletzt nur noch Abwehrspieler getroffen hatten. Diese mĂŒssen sich aber vor allem darauf fokussieren, ManCitys Sturmgewalt namens Erling Haaland zu stoppen. "Wir haben die Pflicht, in diesem RĂŒckspiel alles, was möglich ist, reinzuwerfen", forderte Bayern-Chef Oliver Kahn. Auch fĂŒr die Bosse ist der Ausgang des RĂŒckspiels zukunftsweisend.

Reifer Gegner

Tatsache ist: Viel mehr als der spezielle „Bayern-Geist“ spricht nicht fĂŒr einen Bayern-Coup. Der Trainerwechsel hat keinen Titelschub freigesetzt. Etliche Spieler sind nicht in Form, individuelle Fehler an der Tagesordnung. Vorne herrscht Flaute.

Ex-Bayern-Coach Guardiola dagegen kehrt mit einem Team an seine frĂŒhere WirkungsstĂ€tte zurĂŒck, das top funktioniert und dazu im Ex-Dortmunder Haaland einen Mann auf dem Platz hat, der nach Herzenslust trifft. Man City wirkt 2023 reif fĂŒr den so oft verpassten Königsklassen-Triumph. Trotzdem warnte Guardiola: "Die Bayern werden am Limit spielen. Ich kenne sie."

MĂŒller skizzierte, wie das Drehbuch fĂŒr das "Wunder von MĂŒnchen" aussehen könnte. "Es muss einiges in unsere Richtung laufen", weiß der 33 Jahre alte AnfĂŒhrer, der beim Hinspiel von Tuchel nur spĂ€t als Joker gebracht wurde. "Wenn wir uns mal vorstellen, wir machen in der ersten Halbzeit ein Tor. Dann gehst du in die zweite HĂ€lfte mit der Aussicht, vielleicht machst du ein zweites Tor. Und spĂ€testens ab da kann jeder Ball, jeder Pfiff, jede Situation entscheidend sein. Möglich ist es", sagte MĂŒller, der in seine Schilderung allerdings auch ein "Aber" einbaute: "Aber klar, es steht auch noch ein Gegner auf dem Platz."

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