Sport | Fußball
02.06.2018

Mit Manuel Neuer ist wieder alles beim Alten

Müller, Hummels und Boateng fehlen wie Champions-League-Sieger Kroos, aber Neuer ist am Samstag gegen Österreich dabei.

Klar ist: Für Kapitän Manuel Neuer wird das Testspiel am Samstag in Klagenfurt gegen Österreich (18 Uhr, Live-Ticker auf kurier.at) zur alles entscheidenden Prüfung. Acht Monate nach seinem dritten Mittelfußbruch wird der 32 Jahre alte Torhüter des FC Bayern München bei seinem Wettkampf-Comeback beweisen müssen, dass er tatsächlich als Nummer 1 mit zur Weltmeisterschaft nach Russland fahren kann.

Teammanager Bierhoff ist nach den bisherigen Trainingseindrücken in Eppan davon überzeugt: „Manuel ist in der Spur.“ Tormanntrainer Andreas Köpke stellte schon nach dem ersten Probegalopp gegen die eigene U-20-Mannschaft fest: „Es ist, als wäre er nie weg gewesen. Ich habe keine Bedenken. Es geht um Spielverständnis. Manuel ist auf dem Wege, wie wir uns es alle vorstellen.“

Auch der zweite Test gegen die deutschen Junioren verlief für den Torhüter ohne negative Vorkommnisse. „Dass es keine einfache Situation war, war uns von vornherein bewusst“, bemerkte Köpke. „Der Fuß ist vollkommen ausgeheilt. Das ist für uns alle ein sehr beruhigendes Gefühl.“

Es deutet also alles darauf hin, dass Neuer den finalen Cut doch schaffen wird. Deutschlands Teammanager Oliver Bierhoff verkündete am Donnerstag im Trainingscamp in Südtirol zufrieden. „Er ist voll da.“ Die Deutschen reisen erst am Spieltag mit dem Flugzeug nach Klagenfurt, Training in Österreich gibt es keines.

Unglückliche Lage

Eine schwierige Situation ist es nicht nur für Neuer, sondern auch für Barcelona-Goalie Marc-Andre ter Stegen. Der 26-Jährige muss die Wandlung vom Hauptdarsteller zurück zur Randfigur hinter Neuer meistern. Alles dreht sich um den prominenten Rückkehrer Neuer, schon bei Deutschlands WM-Titel 2014 eine der Schlüsselfiguren. „Das ist keine glückliche Konstellation für Marc“, gab Löws Assistent Thomas Schneider zu. Barças Nummer eins muss zusehen, wie seine Chancen, in Russland im Tor zu stehen, schwinden. „Natürlich würde Marc-Andre gerne spielen, keine Frage“, sagt Köpke.

Nicht mit nach Klagenfurt reisen werden Mats Hummels, Thomas Müller, Jérôme Boateng und Toni Kroos, der nach dem Champions-League-Sieg erst dieses Wochenende zum Team stößt.