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Sport Fußball
05/18/2019

Mattersburg schlägt Rapid, Admira fixiert den Klassenerhalt

Mattersburg sichert sich Platz acht und das Play-off-Duell mit den Wienern. Wacker Innsbruck braucht nun Schützenhilfe.

Klaus Schmidt, der Mattersburger Trainer mit den schönen Wortbildern, sagte, er spiele "mit voller Kapelle". Sprich: in Bestbesetzung. Immerhin konnte man mit einem Sieg die Teilnahme am Europacup-Play-off sichern. 

Die hatte Rapid schon vor dem Spiel in der Tasche, und dennoch bot Trainer Didi Kühbauer seine Einser-Band auf. Die sorgte auch gleich fürs Intro, doch Mattersburg-Tormann Kuster parierte den Volley von Knasmüllner nach nur 41 Sekunden. Es blieb Mattersburgs Pusic vorbehalten, den ersten und einzigen Paukenschlag zu setzen. Er war nach Querpass von Gruber vor Dibon am Ball und erzielte die Führung (8.). Danach ging es auf dem Feld etwas piano zu. 

Es war Rapid, dass die besseren Töne fand, aber die  Harmonie zu einem finalen Torerfolg fehlte. Sonnleitner setzte einen Kopfball auf die Latte, Badji agierte das eine ums andere Mal genauso umständlich wie seine Teamkollegen. Die Kapelle von Schmidt hingegen holte sich vor der Pause nur noch einmal den Applaus der Fans. Der quirlige Gruber versuchte es über links als Solist und schoss nur wenige Zentimeter  am Tor vorbei.

Rapid umständlich

Nach der Pause war es ganz klar Rapid, das den Rhythmus in diesem Spiel vorgab. Aber noch immer passte beim letzten Pass die Harmonie nicht. Und bei einem Schuss von Badji war wieder Kuster zu Stelle. Murgs Freistoß ging knapp neben das Tor. In den letzten zehn Minuten war von Mattersburg nichts mehr zu hören und zu sehen. Aber Rapid spielte weiter zu umständlich.

Mattersburg hat mit den drei Punkten sicher Platz acht erreicht und damit das Play-off um den Europacup. Und dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit Rapid.  Am 28. Juni in Wien.

Admira gerettet, Wacker braucht Schützenhilfe

Die Admira-Anhänger waren derweil schon vor der Partie gegen Wacker Innsbruck siegessicher gewesen. "Unabsteigbar" hatten sie auf ein riesiges Transparent gemalt – und die Spieler beherzigten das Motto, das ihre Fans  für das Entscheidungsspiel ausgegeben hatten. Mit dem 3:2 fixierten die Südstädter bereits eine Runde vor Schluss den Klassenerhalt.

Es war in diesem Match von Anfang an deutlich zu sehen, welchem Team das Abstiegsgespenst mehr in den Köpfen herumspukt. Während die Admira trotz der brisanten Situation befreit aufspielte, wirkten die Innsbrucker wie gelähmt. Das wurde bei den beiden ersten Gegentoren durch Pusch (29.) und Schmidt (43.) deutlich, als der Ex-Admiraner Maranda zwei Mal neben sich stand.

Diese defensiven Aussetzer ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison, dem dritten Tor der Admira durch Kalajdzic (64.) ging ein Patzer von Kerschbaum voraus. Damit war die Tiroler Hoffnung, die durch den Anschlusstreffer von Rakowitz (61.) aufgekeimt war, wieder zunichte gemacht.

Für den FC Wacker wird es nach der vierten Saisonniederlage gegen die Admira immer enger. Die Innsbrucker müssen jetzt am kommenden Samstag nicht nur ihr Heimspiel gegen Mattersburg gewinnen, sie sind auch noch auf Schützenhilfe der Admira angewiesen, die in Hartberg punkten sollte.

Altacher Heimsieg mit Abschieden

Es war der Tag des Abschieds in Altach. Etwa von Hannes Aigner, der nach insgesamt 282 Bundesligaspielen und sieben Jahren in Altach seine Karriere beendet, oder von Benedikt Zech und Andreas Lukse, verdienstvolle Spieler, die letztmals in einem Heimspiel im Altacher Kader standen. 

Es hätte auch der Tag des Abschieds für die Gäste aus Hartberg sein können. Doch trotz 0:3-Niederlage im Ländle haben die Steirer noch gute Chancen auf den Klassenerhalt.

Begonnen hat man in Altach allerdings wie ein Absteiger. Zunächst gab es nach einem Selbstfaller von Berisha zurecht keinen Elfer für die Gastgeber (13.). Den brauchten sie aber auch nicht, um in Führung zu gehen. Emanuel Schreiner, ein linker Verteidiger, der diesmal im Mittelfeld spielen durfte,  tauchte nach gutem Zuspiel von Berisha rechts im Strafraum auf. Mit einem einfachen Haken ließ er Huber stehen und traf zum 1:0 (14.).

Die Altacher Dominanz nahm zu, Hartberg musst etwas ändern. Nach 25 Minuten stellte Trainer Schopp um, die Leistung wurde besser, das Resultat nicht.  Trotz Hartberger Drangphase gab’s das 2:0 aus einem Konter. Nach einem Ballverlust von Heil schalteten die Altacher blitzschnell, Fischer schloss schließlich ab (71.). Und nach einem weiteren schönen Angriff fixierte Gebauer den Endstand (82.).

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