Sport | Fußball 05.12.2011

"Machbare Aufgabe" für Austria

Europa-League-Quali:Die Wiener gehen mit vorsichtiger Zuversicht ins Auswärtsspiel gegen Olimpija Ljubljana.

Nach dem ersten Erfolgserlebnis in der Meisterschaft will der FK Austria Wien im Europacup nachlegen. Mit Olimpija Ljubljana wartet im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag (19.00 Uhr/live ORF eins) der nächste Schritt auf dem Weg zur monetär einträglichen Gruppenphase.

In Sloweniens Hauptstadt wollen die Violetten wie bereits gegen Rudar Pljevlja die Basis zum Aufstieg legen. Das Rückspiel steigt am 4. August in der Generali Arena in Wien-Favoriten.

Olimpija bereitete den Austria-Spionen im Vorfeld Kopfzerbrechen. Der Vierte der abgelaufenen Meisterschaft der "Prva Liga" - die Europa League hatte man nur aufgrund des Cupsieges des Zweiten Domzale erreicht - zeigte in den jüngsten Spielen Licht und Schatten. Während es im Europacup nach Maß lief, liegen die Grün-Weißen aus Laibach in der Liga mit nur einem Punkt nach zwei Runden auf dem vorletzten Tabellenrang.

"Nicht unähnlich unserem Spiel"

"Im Heimspiel gegen Dublin (2. Quali-Runde, 2:0, Anm.) haben sie einen sehr guten Eindruck gemacht. Da haben sie technisch sehr gutem Fußball geboten, nicht unähnlich unserem Spiel. Eine gewisse Heimstärke ist offenbar vorhanden. Dagegen spricht allerdings ihr Meisterschaftsstart", urteilte Karl Daxbacher über den Gegner. Olimpija, wo Ex-Austria-Kapitän Milenko Acimovic als Sportdirektor fungiert, hatte sich gegen Siroki Brijeg und Bohemians Dublin in die dritte Qualifikationsrunde vorgekämpft.

Die Austria hatte mit Rudar bisher nur eine Hürde zu meistern. Gegen die Montenegriner behielten die Wiener schließlich souverän (3:0/a, 2:0/h) die Oberhand. Die wie die Austria 1911 gegründeten Laibacher schätzte Trainer Daxbacher nun "auf alle Fälle stärker als Rudar" ein. Fürchten müsse man den mit einem 4-1-4-1 oder wahlweise 4-3-3-System operierenden vierfachen slowenischen Meister dennoch nicht: "Grundsätzlich muss es aber eine machbare Aufgabe sein. Wir glauben daran, dass wir das schaffen."

Linz hofft auf ersten Treffer

Für die Austria ging es Mittwochvormittag per Bus Richtung Slowenien. Mit dabei war auch der zuletzt erkrankte Innenverteidiger Georg Margreitter. Erwartet darf allerdings werden, dass Daxbacher das am vergangenen Sonntag gegen Ried zuletzt 2:1 siegreiche Team im 16.000 Zuschauer fassenden Stadion "Stozice" nicht verändern wird. "Mit der Leistung war ich zufrieden. Ärgerlich war nur das Ausspielen von Chancen, das fehlt uns noch", meinte Daxbacher.

Im Angriff will Kapitän Roland Linz seine Torflaute beenden. Der Liga-Torschützenkönig hat in den bisherigen vier Saisonspielen nicht getroffen und war gegen Ried ausgetauscht worden - gegen Olimpija sprach ihm Daxbacher aber wieder das Vertrauen aus. Die Tore gegen die Innviertler erzielten mit Peter Hlinka und Markus Suttner auch zwei Defensivspieler. Zumindest in der Europa League bewiesen die Stürmer Tomas Jun (2) und Nacer Barazite (3) mit gemeinsam fünf Toren gegen Rudar ihren Torriecher.

Dieser wird auch am Donnerstag gefragt sein. "Ein Auswärtstor wäre natürlich schon sehr viel wert. Und natürlich keine Niederlage", fasste Daxbacher seine Wünsche zusammen. Für die Austria geht es nach dem zweiten Abstecher nach Ex-Jugoslawien binnen zwei Wochen dann wieder am Sonntag in der Bundesliga weiter. Nach der Reise in den Süden wartet jene in den Westen zu Wacker Innsbruck.

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Erstellt am 05.12.2011