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Analyse
11/01/2021

Liga-Krise beendet? Rapid Wien und der fast perfekte Monat

Mit einem turbulenten 3:2 gegen den LASK schlossen die Hütteldorfer den Oktober ab. Die fünf Lehren nach den fünf Toren.

von Alexander Huber

41 Schüsse, fünf Treffer, Kandidaten für das „Tor des Monats“, zwei weitere Verletzte und ein Ausschluss nach Schlusspfiff: Rapids 3:2 gegen den LASK hatte besonders viel zu bieten. Fünf Lehren nach den fünf Toren am Sonntag:

  • Zwei Angriffe vor der Perfektion

Rapid hat im Oktober vier Spiele gewonnen, zwei Remis geholt und die Krise vorerst beendet. Dabei war gar ein perfekter Monat nahe: Mit dem jeweils letzten Angriff trafen Klagenfurt und Hartberg zum 1:1. „Mit diesen vier Punkten plus wären wir  an Sturm und WAC dran“, hadert Trainer Didi Kühbauer. Erleichterung wird erst einkehren, wenn die Serie ohne Niederlage auch noch in Zagreb (Donnerstag) sowie beim WAC (Sonntag) und somit bis in die nächste Länderspielpause anhält.

  • Unterhaltung statt Spiegelung

Schön waren die acht Spiele mit Spiegelung gegen den LASK und sein 3-4-3-System nicht immer anzusehen, aber für Rapid erfolgreich (sechs Siege, zwei Remis). Da LASK-Trainer Andreas Wieland auf eine Viererkette umgestellt hatte, konnte Kühbauer nicht mehr Mann gegen Mann verteidigen, also spiegeln lassen.

„Wir hatten auch dafür einen klaren Plan, konnten den aber in den ersten 30 Minuten nicht umsetzen, weil der LASK so früh die Bälle gewonnen hat“, erklärt Matchwinner Ercan Kara. Das Publikum wurde mit 41 Schüssen bestens unterhalten – weil zwei Teams, die es durchaus können, auch mehr Platz zum Spielen bekamen. 

  • Schmerzen für die Europacup-Fighter

„Es ist kein Zufall, dass wir, der LASK und Sturm Probleme haben. Die Belastungen sind auf Dauer einfach zu hoch. Nur die Salzburger können das mit ihrem Kader abfedern“, betont Kühbauer mit einem Blick auf die Europacupteilnehmer. Die dezimierten Grazer hatten zwar vier Europacupspiele weniger als Rapid, kommen nach dem 0:3 gegen den WAC aber „auf dem Zahnfleisch daher“, wie Trainer Ilzer zugibt.

Bei den Linzern kam Holland (Muskelverletzung) als elfter Name auf die Liste der Ausfälle. Bei Rapid waren es sieben, ehe Fountas in letzter Minute einen Stich im Oberschenkel spürte. Und in der Liga wird Ljubicic für seine Disziplinlosigkeit nach Schlusspfiff  (Griff an Renners Gurgel) gesperrt fehlen.

  • Zwei Vereine, ähnliche Sorgen

„Es ist dieselbe Leier: Die Chancenverwertung und das Verteidigen der Standards waren mangelhaft.“ Gesagt hat es Wieland, der Satz hätte nach vielen anderen Spielen aber auch von Kühbauer kommen können. Speziell die ersten 40 Minuten zeigten, dass neben Rapid auch der LASK in den Top 6  stehen könnte. „Es wird ein schwieriges Jahr. Wir wollen uns da unten rauskämpfen“, meint Wieland. „Unser Anspruch muss sein, dass wir nicht nur 30 Minuten so intensiv spielen, sondern über 90.“

  • Torjäger als Punktegarant

Bei Rapid ist die Abrechnung einfach: Wenn Ercan Kara seine Chancen wie in der vergangenen Saison gegen die WSG (drei Tore beim 5:2) oder den LASK nutzt, geht es auch Rapid gut. Wenn nicht, muss Fountas treffen – sonst beginnen die Probleme. Beim LASK fehlten mit Raguz, Monschein und Schmidt drei Mittelstürmer, die ihren Torinstinkt schon bewiesen haben. Karamoko überzeugte nur als Fußballer, aber nicht als Goalgetter. Zwölf Tore insgesamt in 13 Ligaspielen sind die größte Sorge der einstigen Überflieger aus Linz.   

 1. Red Bull Salzburg  13 11 2 0  33:9  24 35 
 2. Sturm Graz         13  7 2 4 28:20   8 23 
 3. WAC                13  6 3 4 20:20   0 21 
 4. TSV Hartberg       13  4 5 4 23:20   3 17 
 5. Rapid Wien         13  4 4 5 20:19   1 16 
 6. Austria Wien       13  3 7 3 19:16   3 16 
 7. Austria Klagenfurt 13  3 6 4 21:23  -2 15 
 8. SV Ried            13  3 5 5 17:29 -12 14 
 9. FC Admira          13  3 5 5 18:19  -1 14 
10. WSG Tirol          13  2 7 4 17:25  -8 13 
11. SCR Altach         13  3 4 6  9:18  -9 13 
12. LASK               13  2 4 7 12:19  -7 10
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