Sport | Fußball 05.12.2011

Klinsmann neuer Teamchef der USA

Der ehemalige deutsche Bundestrainer Jürgen Klinsmann soll der neue Heilsbringer für den US-Fußball werden.

Der Hoffnungsträger für den amerikanischen Fußball hat einen klingenden Namen: Jürgen Klinsmann. Der ehemalige deutsche Bundestrainer (2004 bis 2006) soll als Teamchef mit weitreichenden Kompetenzen den Fußball in der USA revolutionieren.

Bei seiner Mission genießt Klinsmann große Vorschusslorbeeren und noch größeres Vertrauen. "Sein größter Vorteil ist, dass er die Amerikaner besser versteht, als jeder andere ausländische Coach es jemals könnte. Er ist der perfekte Griff", meinte der ehemalige Nationalspieler Eric Wynalda.

"Klinsmann bekommt die Schlüssel für den US-Fußball ausgehändigt", jubelte die Sports Illustrated. Denn der Weltmeister ließ sich endlich die Macht zusichern, die ihm Verbandspräsident Sunil Gulati bei den Verhandlungen 2006 und 2010 verweigert hatte.

Geduldsspiel

Klinsmann will nun seine "Philosophie des angriffsorientieren Fußballs" einführen. "Es braucht Zeit, diesen Stil in Gang zu bringen, und du brauchst das richtige Umfeld, das dir eben diese Zeit zugesteht."

Am 10. August gibt er im Testspiel gegen Mexiko sein Debüt auf der US-Trainerbank. Anschließend bleiben ihm zehn Monate, um bis zum Beginn der WM-Qualifikation im Juni 2012 an Team und Taktik zu arbeiten. Das Ticket zur WM-Endrunde 2014 in Brasilien sollte Klinsmann kaum Kopfzerbrechen bereiten. Seit 1990 ist Amerika WM-Stammgast.

Obwohl Klinsmann seit seiner Entlassung bei Bayern München im April 2009 nicht mehr als Trainer arbeitete, kennt er sich bestens in Amerikas Soccer-Szene aus. Zuletzt war er als Berater des Toronto FC tätig und ist aufmerksamer Beobachter der amerikanischen Liga.

Dabei hat Klinsmann bereits vor geraumer Zeit festgestellt, dass "die US-Spieler viel härter angetrieben werden müssen, von Trainern, Fans, Medien, wenn sie sich verbessern wollen".

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011