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19.08.2018

Klarer Heimsieg für die Austria gegen defensivschwache Admira

Eine gute erste Hälfte und ein Doppelpack von Edomwonyi ebneten einer starken Austria den Weg zum Heimsieg.

Der Austrianer ist mitunter ein sprunghafter Zeitgenosse. Die Fans, wenn sie in der neuen Hüpfburg neben dem Stadion auf die Sprünge kommen. Die Spieler, wenn sie zwei Niederlagen wieder einen Sieg folgen lassen. Bei 31 Grad war das 4:0 gegen die Admira vor allem mental und emotional eine echte Erfrischung in einer durchaus heiklen Situation.

Drei Punkte aus drei Spielen standen zu Buche und galten nicht unbedingt als eine Bilanz, die Nerven schont, für Ruhe im Verein sorgt oder Druck von der Spieler Schultern nimmt. Ein Sieg gegen die Admira war somit nötig, um nicht schon früh in der neuen Saison in eine ähnlich verdrießliche Lage wie vor einem Jahr zu geraten.

Doppelter Edomwonyi

Gefordert und getan gegen eine Admira, die zwar versuchte, organisiert und kompakt zu agieren, letztlich aber zu verunsichert im Allgemeinen und ohne Neo-Papa Zwierschitz zu fehlerhaft speziell in der Defensive ans Werk ging. Dabei wirkte die Austria in der Abwehr nicht immer sattelfest, vor allem Innenverteidiger Igor bot Unsicherheiten, die die Südstädter jedoch nicht nützten. Dennoch musste einmal Klein in höchster Not vor Jakolis retten, ein anderes Mal traf Soiri per Kopf nur die Stange, den Nachschuss verjuxte Starkl leichtfertig.

Die restliche Zeit über bestimmte die Austria das Geschehen, hatte aber bei der Wahl der Mitteln, die Admira auszuspielen, zunächst noch Probleme. Fast aus dem Nichts gelang die Führung, als Madl den Ball wegdrosch, Grünwald verlängerte, Monschein sich gegen Bauer durchsetzte, und Edomwonyi zum 1:0 einschob (23.). Auf die erste flüssige Kombination folgte eine Trinkpause.

Danach belohnte sich Monschein nicht für ein sehenswertes Solo aus der eigenen Hälfte, Admira-Goalie Leitner parierte den Schuss. Kurz darauf schickte Grünwald mit einem schönen Pass Edomwonyi auf die Reise, der Ball fand die Destination – 2:0 (30.). Mit der Führung stieg bei den Veilchen die Selbstsicherheit, während die Admiraner genau das Gegenteil empfanden. Mit dem 3:0 durch Matic, ein schöner Schuss genau ins Eck (54.), fiel auch die finale Entscheidung über den Ausgang des Duells.

Schwung aufnehmen

Kapitän Grünwald staubte im Finish noch zum 4:0 ab, in anderen Aktionen fehlte es an der Genauigkeit. Unterm Strich war es für die Austria der erhoffte Erfolg, ein letztlich deutlicher Pflichtsieg gegen eine Form suchende Admira, der der personelle Aderlass schwer zu schaffen macht.

Die Austria liegt aktuell auf Platz sechs, vor Rapid. Eine Streicheleinheit für die violette Seele. Die Spiele gegen St. Pölten und Mattersburg aber werden zeigen, ob die Austrianer sich festigen und weiter Schwung aufnehmen können.