Sport | Fußball 09.12.2011

Kapfenbergs Retter war Rapids Salihi

Der Rapid-Joker vergab im Finish die Chance des Jahres. Debütant Von Heesen darf sich über einen Punkt freuen.

Blut, Schweiß und Tränen hieß das Motto des Spieles Kapfenberg - Rapid. Der Tabellenletzte präsentierte sich beim Debüt von Trainer Thomas von Heesen noch kämpferischer und aggressiver als in der Ära Gregoritsch. Die Hütteldorfer nahmen auf dem schlechten Rasen den Kampf an (auf Kosten der spielerischen Note), und so zeigte Schiedsrichter Hameter in Minute 13 bereits seine vierte gelbe Karte.

Nach 24 Minuten hatte die Schnalzerei ihr erstes Opfer: Im Duell der Kapitäne traf Taboga Hofmann mit der Hand im Gesicht. Der Rapidler musste mit einem verschwollenen Auge vom Platz und wurde durch Gartler ersetzt.

Eine weitere Schwächung für die Gäste, bei denen ein Grippevirus umgeht. Trimmel und Patocka blieben krank in Wien - wie die gesperrten Heikkinen und Drazan. Der kränkelnde Schimpelsberger saß auf der Bank neben Brian Behrendt von den Amateuren.

Trainer Peter Schöttel beließ es beim 4-2-3-1-System, doch die vielen Ausfälle blieben nicht verborgen. Vor allem die rechte Abwehrhälfte mit Thonhofer und Sonnleitner zitterte nicht nur wegen der kühlen Temperaturen.

Nach einem Sonnleitner-Patzer wurde Michael Gregoritsch freigespielt. Der Nachwuchs-Teamstürmer scheiterte an Königshofer (30.). Der souverän wirkende Rapid-Tormann bekam abermals den Vorzug gegenüber Payer.

In Minute 37 haute Elsneg im Strafraum über den Ball, im Gegenzug kam Rapid nach einem Fehler von Mavric zur besten Chance: Gartler scheiterte erstmals im Privatduell mit dem starken Tormann Wolf.

Fußball in gespielter Form sahen die 3500 Zuschauer erst nach der Pause - vor allem von den nun viel gefährlicheren Rapidlern. Das Ergebnis war aber immer das gleiche: Entweder das Tor wurde knapp verfehlt, oder der Sieger hieß Wolf. Das mussten Burgstaller (47.), Alar (69.) und noch drei Mal Gartler (50., 68., 75.), zur Kenntnis nehmen.

Den möglichen Befreiungsschlag für den Letzten vereitelte bei einem Elsneg-Schuss Königshofer (84.).

Die Chance des Jahres vergab in Minute 89 aber Hamdi Salihi: Der Rapid-Joker schoss nach dem einzigen Fehler von Wolf aus nur zwei Metern unbedrängt an die Latte - 0:0.

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( Kurier ) Erstellt am 09.12.2011