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Sport Fußball
04/24/2019

Kabinenansprache: Nicht nur die Rapidler hörten Kühbauer

Nach der fürchterlichen ersten Hälfte gegen Hartberg wurde Rapid-Trainer Kühbauer deutlich und laut.

von Alexander Huber

Didi Kühbauer kann auch anders. In seinem ersten halben Jahr im Amt hatte der Rapid-Trainer mit leisen Tönen überrascht. Besonders in Krisensituationen achtete der 48-Jährige darauf, optimistisch zu bleiben und einfühlsam zu kommunizieren. Nach der fürchterlichen Vorstellung in der ersten Hälfte gegen überraschend aggressive Hartberger, bei der der Zwischenstand von 1:1 noch das Beste war, wurde Kühbauer deutlich und laut.

So laut, dass auf dem engen Hartberger Sportplatz nicht nur die Rapid-Spieler in der Kabine die Ansprache des Cheftrainers hörten. Es folgten 30 richtig starke Minuten, erst nach dem schönen Heber von Andrija Pavlovic zum 4:1 schlich sich wieder der Schlendrian ein.

Am Ende stand fest, dass Rapid auch rechnerisch den Klassenerhalt geschafft hat.

Erinnerung an früher

„Es geht nicht nur mit Liebe“, sagte Kühbauer direkt nach dem 4:2-Sieg im Sky-Interview über sein Donnerwetter. Eine Viertelstunde später, bei der Pressekonferenz, wollte er nicht mehr über seinen Lautstärke-Rekord, der an frühere Zeiten erinnerte, reden. „Das einzige, was ich der Mannschaft vorwerfe, ist, dass die erste Hälfte zu statisch war. Es geht nicht im Stehen, es gehört Seriosität dazu. Aber ich will ganz sicher nicht das Negative betonen. Aufgrund der zweiten Hälfte kann ich insgesamt schon zufrieden sein.“

Beim 2:1 gegen Mattersburg hatte eine taktische Einspielung auf der Videowand im Allianz Stadion zur Halbzeit die Wende gebracht, zwei Runden später war es erstmals unter Kühbauer eine „klassische Pausenansprache“. Beim Wiedersehen mit den tapferen Hartbergern am Samstag in Hütteldorf sollte aber auch der Start gelingen. Denn es wird sicher wieder rotiert werden, um die Top-Elf im bestmöglichen Zustand beim Cupfinale gegen Salzburg am 1. Mai aufbieten zu können – mehr als 20.000 Tickets sind bereits verkauft. Und eine B-Elf ohne Eins-A-Einstellung würde gegen den Aufsteiger sicher Probleme bekommen.

Schopps Hoffnung

Zumindest die Hälfte der Spielzeit waren die seit 14 Pflichtspielen sieglosen Hartberger ebenbürtig. Trainer Markus Schopp fühlte sich an den noch so erfolgreichen Herbst erinnert. „Deswegen bin ich sehr enttäuscht, es wäre mehr möglich gewesen. Aber die vielen individuellen Fehler begleiten uns schon die gesamte Saison.“

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