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Cup-Leiden
10/31/2012

Jammer bei Sturm, Wacker im Aufwind

Während es in Graz nicht nach Wunsch läuft, macht Innsbrucks neuer Trainer Kirchler bislang alles richtig.

von Harald Ottawa, Christoph Geiler

Schwer auszurechnen wollten sie sein, schwer zu durchschauen. Peter Hyballa probiert viel, damit die Gegner die Orientierung verlieren. Mittlerweile kennen sich die Grazer selbst nicht mehr aus. Die 1:2-Pleite im Cup-Achtelfinale gegen Wacker Innsbruck war nur bezeichnend für das gegenwärtige Auftreten des Meisters der Saison 2010/2011. Die Umstellungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Manche Rochaden und Erfindungen des Trainers sind auch zu hinterfragen.

Grazer Leiden

Imre Szabics, in der Meistersaison trotz Roman Kienast Sturms bester Stürmer, muss immer mehr Aufräumarbeiten im Mittelfeld erledigen. Nicht immer darf der Ungar an vorderster Front seine Gefährlichkeit ausspielen. Klar ist aber auch: Szabics läuft nach vielen Verletzungen noch immer seiner Hochform nach. Sturms Sturm-Flaute ist nicht zu übersehen, weil auch Richard Sukuta-Pasu derzeit zwar brav läuft, aber ungefährlich vor dem Tor ist. Und Darko Bodul ist zumeist mit Defensiv-Aufgaben beschäftigt, die ihm weniger liegen.

Auch die Stimmung in der Mannschaft ist nicht die beste, weil einige Herren unzufrieden sind. Kapitän Manuel Weber ist wie der ehemalige Teamgoalie Christian Gratzei nur noch Reservist. Auch der längst wieder fitte Rubin Okotie ist derzeit nur Aushilfskraft. Und so kam es, dass Roland Kirchler doch noch einen Cup-Sieg in dieser Saison über Sturm bejubeln konnte: In der ersten Runde war er noch mit Wattens an den Grazern gescheitert.

 

Tiroler Freuden

In Innsbruck scheint Kirchler in einen Zaubertrank gefallen zu sein. Was auch immer der neue
Cheftrainer anfasst, es funktioniert. In Graz ließ er nun sogar Offensivspieler Christoph Saurer kurzerhand zum rechten Verteidiger umfunktionieren. Und plötzlich entpuppt sich auch der viel gescholtene Verteidiger Martin Svejnoha wieder als umsichtiger Abwehrchef. Kirchler steigt nach drei Siegen in Serie trotzdem auf die Euphorie-Bremse. "Wir haben noch nichts erreicht, wir sind in der Liga Letzter und haben auch den Cup noch nicht gewonnen."

Sein Vorgänger Walter Kogler freut sich derweil über die Trendwende beim FC Wacker. "Ich bin froh, dass sie erfolgreich sind", erklärt Kogler ohne auch nur einen Anflug von Verbitterung. "Unter Kirchler hat alles bei Null begonnen, das lässt frische Energien frei werden."

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