© APA/GERT EGGENBERGER

Sport Fußball
01/17/2021

In Unterzahl: Sturm Graz verteidigt Nullnummer gegen den WAC

Die Grazer verpassen damit zwar den Sprung an die Tabellenspitze, ziehen aber zumindest mit Leader Salzburg gleich.

Das erste Bundesliga-Spiel des neuen Jahres hat mit einer Nullnummer geendet. Der WAC und Sturm Graz trennten sich am Sonntag im Nachtragsspiel der siebenten Runde mit 0:0, womit die Steirer den Sprung auf Platz eins verpassten. Titelverteidiger Red Bull Salzburg blieb dank der besseren Tordifferenz auf der Spitzenposition. Die sechstplatzierten KĂ€rntner vergrĂ¶ĂŸerten den Vorsprung auf den Siebenten SKN St. Pölten auf zwei Punkte.

WAC - STURM GRAZ 0:0 (0:0)
Rote Karte: 
Dante (28., Torraub).
Gelbe Karten: Vizinger, Scherzer, Baumgartner, Liendl bzw. Jantscher.
WAC: Kofler - Novak, Baumgartner, Lochoshvili, Scherzer - Taferner (84. Dieng), Leitgeb, Liendl, Sprangler (71. Röcher) - Vizinger, Joveljic.
Sturm: Siebenhandl - Gazibegovic, Nemeth, WĂŒthrich, Dante - HierlĂ€nder, Gorenc-Stankovic, Ljubic, Kuen - Friesenbichler (63. Balaj), Jantscher (63. Kiteishvili).

Die Partie verlief in der Anfangsphase ausgeglichen, Chancen waren zunĂ€chst Mangelware. Ein Schuss von Kevin Friesenbichler ging relativ knapp am langen Eck vorbei (14.), praktisch im Gegenzug scheiterte Dario Vizinger an Jörg Siebenhandl. Der Sturm-Goalie stand in der 29. Minute wieder im Mittelpunkt, als er einen schwach geschossenen Elfmeter von Michael Liendl parierte. Davor hatte Amadou Dante den aufs Tor stĂŒrmenden Vizinger zu Fall gebracht und dafĂŒr die Rote Karte gesehen.

WAC ĂŒbernahm Kommando

In Überzahl ĂŒbernahm der WAC das Kommando und kam einem Tor noch vor der Pause zweimal nahe. Bei einem Volley von Dejan Joveljic nach Liendl-Pass konnte sich Siebenhandl neuerlich auszeichnen (31.), ein Kopfball von Vizinger verfehlte das Tor nur knapp (42.).

Nach dem Seitenwechsel agierte der WAC ideenlos. Sturm verteidigte clever und war vorerst sogar die gefĂ€hrlichere Mannschaft. Ein Freistoß von Jakob Jantscher zog am Tor vorbei (57.), bei einem Distanzschuss von Stefan HierlĂ€nder hatte WAC-Keeper Alexander Kofler MĂŒhe (61.).

Erst gegen Ende der Partie agierten die Wolfsberger, bei denen Thorsten Röcher ab der 71. Minute gegen seinen Ex-Club debĂŒtierte, mit mehr Druck. Die beste Chance auf einen WAC-Sieg hatte Vizinger auf dem Fuß, sein Schuss wurde von Siebenhandl an die Stange gelenkt (76.).

Danach brachte Sturm den Punkt bei Minusgraden ohne gröbere Probleme ĂŒber die Zeit und ist damit schon seit 544 Pflichtspiel-Minuten ohne Gegentor. Allerdings gingen die Grazer erstmals nach zuletzt sechs gewonnenen Bewerbspartien nicht als Sieger vom Platz. FĂŒr den WAC endete beim frĂŒhesten Bundesliga-Jahresauftakt seit 43 Jahren eine Serie von vier Erfolgen en suite.

Jederzeit und ĂŒberall top-informiert

UneingeschrÀnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare