Sport | Fußball
20.09.2017

Hütters Young Boys halten Basel in Schach

Die Truppe des österreichischen Trainers liegt an der Tabellenspitze - drei Punkte vor dem Serienmeister FC Basel.

Adi Hütter befindet sich mit den Young Boys Bern in einer ungewohnten, aber erfreulichen Situation. In seinen ersten beiden Saisonen war der Vorarlberger Trainer mit den Young Boys früh aussichtslos zurückgelegen, am (heutigen) Mittwoch ging Bern als Tabellenführer in die achte Runde der Schweizer Fußball-Meisterschaft. Abonnementmeister FC Basel war mit drei Punkten Rückstand lediglich Dritter.

Vor dem Mittwoch-Match der Super League gegen Luzern sowie den Gastspielen von Basel in St. Gallen bzw. des zweitplatzierten FC Zürich in Lausanne betonte Hütter, dass er nicht nur auf den FC Basel schaue. "Es ist gut für den Schweizer Fußball, dass die Liga ausgeglichener ist", meinte er. Der FC Basel tue sich schwerer, gegen andere Mannschaften zu gewinnen.

Basel vielleicht schlagbar

Die Basler hatten sich in den vergangenen Jahren zwar immer wieder eine Durststrecke wie zuletzt mit drei Spielen ohne Sieg geleistet, aber meistens zu einem Zeitpunkt, als die Super League schon zu ihren Gunsten entschieden war. Acht Meistertitel in Folge hat sich Basel zuletzt geholt, nun steht der Titelverteidiger aber so schlecht da wie seit 2011 nicht mehr. Als Hütter im September 2015 zu den Young Boys stieß, betrug der Rückstand auf Basel zwölf Zähler, 2016 waren es nach sieben Runden neun.

Die Konkurrenz hat etwas Blut geleckt. Basel sei eher zu bezwingen als vor ein, zwei Jahren, meinte Giorgio Contini, der Trainer des FC St. Gallen. Der Meister habe einen gewissen Qualitätsverlust im Sommer hinnehmen müssen. Die Young Boys müssen weiterhin auf ihren verletzten Topscorer Guillaume Hoarau verzichten, spielen aber bisher eine solide Saison. Vom einzigen groben Aussetzer, einem 0:4 gegen den FC Thun, haben sie sich rasch erholt.

Luzerns Trainer Markus Babbel zeigte sich vor dem Aufeinandertreffen mit YB beeindruckt von Hütters Truppe. Speziell von dem "sensationellen Umschaltspiel" und dem breiten Kader schwärmte der Deutsche.