Sport | Fußball
05.12.2011

Hoffnungs-Lose in der Europa League

Die österreichischen Vertreter Salzburg, Austria und Ried dürfen vom Aufstieg in das Play-off träumen.

Es war ein Start nach Maß. Sowohl Sturm (2:0-Heimsieg gegen Videoton) in der Champions-League-Qualifikation als auch Salzburg (4:1 bei Metalurgs Liepajas) und Austria (3:0 bei Rudar Pljevlja) in der Europa-League-Qualifikation legten den Grundstein zum Aufstieg in die 3. Runde, in der Ried als Cupsieger bereits steht.

Die drei Siege waren aber auch Pflicht, immerhin steht für die Klubs viel auf dem Spiel. Derzeit ist Österreich im UEFA-Liga-Ranking 15. Sollte dieser Platz verteidigt werden, dann wäre der Vizemeister ab der Saison 2013/'14 neben dem Meister in der Champions-League-Qualifikation spielberechtigt, dann hätte Österreich fünf Europacup-Startplätze.

Die drei Siege waren nur der Anfang, brachten diese nur 0,75 Punkte für die Wertung. Ziel muss sein, zumindest zwei Klubs in die Gruppenphasen zu bringen.

Die Chancen dafür stehen nach der Auslosung der 3. Runde gar nicht so schlecht.

Salzburg: Kurztrip in die Slowakei

In den letzten Jahren waren die Salzburger bei den Europacup-Auslosungen nicht immer vom Glück verfolgt. In dieser Saison scheint dies anders zu sein. Sollte Österreichs Vizemeister die Hürde Liepājas Metalurgs nehmen und davon ist nach dem 4:1-Auswärtssieg auszugehen, dann wartet in der 3. Runde der FC Senica - ein in jeder Hinsicht gutes Los.

Denn der slowakische Vizemeister, der erst 2009 erstmals in die oberste Liga aufgestiegen ist, ist nicht nur sportlich machbar. Auch die Reise in die nur 100 Kilometer von Wien entfernte Kleinstadt ist durchaus angenehm. Bekanntester Mann beim Europacup-Debütanten ist der Trainer. Der 49-jährige Stanislav Griga stürmte in der Saison 1992/'93 für Rapid.

Salzburg hätte im Hinspiel am 28. Juli Heimrecht, das Rückspiel würde dann eine Woche später in der Westslowakei stattfinden.

Austria: Wiedersehen mit Acimovic

Milenko Acimovic freute sich wie ein kleines Kind über das Los. Der Sportdirektor von Olimpija Laibach trifft mit großer Wahrscheinlichkeit auf "seine" Austria, vorausgesetzt die Slowenen bringen den 2:0-Vorsprung gegen Bohemians Dublin nächste Donnerstag auch über das Rückspiel in Irland. "Zum ersten Mal würde unser neues Stadion ausverkauft sein mit 16.000 Zuschauern", meint der Ex-Austrianer.

Austria-Coach Karl Daxbacher wird sich mit DVDs über die beiden möglichen Gegner schlaumachen. "Weil ich die Spielstärke nicht genau einschätzen kann. Dublin darf man nicht außer Acht lassen." Jedenfalls wäre ein Duell mit seinem ehemaligen Spielmacher auch für Daxbacher ein reizvolles Wiedersehen. "Mile hat den Verein als Sportdirektor wieder rauf gebracht, in der ersten Runde haben sie in diesem Jahr immerhin Siroki Brijeg ausgeschaltet."

Ried: Flug in den Norden

Es hätte schwerer kommen können, für den österreichischen Cupsieger. Denn im Topf der Rieder war mit dem FC Fulham sogar ein Premier-League-Klub. Erster Gegner ist aber mit Bröndby Kopenhagen ein Klub aus der dänischen Superliga.

Der Verein aus dem Vorort der dänischen Hauptstadt war lange die Nummer eins im Land des Europameisters 1992. Doch die Vormachtstellung hat der zehnmalige Meister mittlerweile an den FC Kopenhagen abgeben müssen. Die letzte Meisterschaft wurde 2005 gewonnen, vergangene Saison reichte es hinter dem Lokalrivalen und Odense BK nur zu Platz drei.

Bekanntester Spieler ist Mikael Nilsson. Der 64-malige schwedische Teamspieler war jahrelang Legionär bei Panathinaikos Athen.

Ried hat im Hinspiel (28. Juli) Heimvorteil, das Rückspiel findet eine Woche später statt.

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