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Sport Fußball
03/31/2021

Historische Pleite: ÖFB-Team erleidet Heim-Debakel gegen Dänemark

Die Österreicher unterlagen in ihrem dritten WM-Quali-Spiel mit 0:4. Über 90 Minuten gelang kein einziger Torschuss.

von Alexander Strecha, Andreas Heidenreich

Im Prater blühten am Mittwochabend die Albträume. Österreich ging nach einer passablen ersten Hälfte gegen Dänemark mit 0:4 unter und leistete gegen den Gruppenfavoriten den Offenbarungseid. Es war zudem die höchste Heimniederlage der Verbandsgeschichte in einem Bewerbsspiel. Die Dänen zeigten der Mannschaft von Teamchef Franco Foda die Grenzen auf, letztlich trat der Unterschied an Qualität deutlich zu Tage.

Österreich kann den Gruppensieg abhaken und sich auf den Umweg der Play-offs konzentrieren, der doch noch nach Katar 2022 führen könnte. Dafür müsste man zu den besten Gruppenzweiten gehören. Schwer genug.

ÖSTERREICH - DÄNEMARK 0:4 (0:0)
Tor:
0:1 (58.) Skov Olsen, 0:2 (64.) Maehle, 0:3 (67.) Hojbjerg, 0:4 (74.) Skov Olsen.
Gelbe Karte: Wind.
Österreich: A. Schlager - Lainer, Trauner (82. Posch), Dragovic, Ulmer (82. Friedl) - Ilsanker (65. Lazaro), X. Schlager (75. Kara) - Baumgartner, Sabitzer, Alaba - Kalajdzic (83. Grbic).
Dänemark: Schmeichel - Wass (77. Stryger Larsen), Kjaer, Christensen, Maehle - Höjbjerg, Delaney (77. Norgaard) - Poulsen (55. Skov Olsen), Eriksen, Braithwaite (77. Dolberg) - Wind (65. Andersen).

Mit seiner Startelf hätte Teamchef Franco Foda gleich drei verschiedene Varianten spielen lassen können, er entschied sich für ein 4-2-3-1 mit Xaver Schlager und Ilsanker im zentralen Mittelfeld und Alaba auf der linken Seite gegen eine wie erwartet kompakt auftretende dänische Mannschaft.

Hohe Intensität

Österreich trat in den schwarzen Auswärtsdressen zunächst nicht wie ein Gästeteam auf, man merkte das Bemühen den Vorwärtsgang einlegen zu wollen. Nur spielte der Gegner nicht so recht mit, es entwickelte sich ein intensives und interessantes Spiel. Nach einer Viertelstunde war klar, dass Geduld die Tugend des Abends werden könnte.

Nach 20 Minuten gewannen die Dänen mehr Kontrolle übers Geschehen und erzeugten etwas mehr Druck. Nach Andeutungen von Gefährlichkeit hatte Maehle nach Vorarbeit von Braithwaite die beste Möglichkeit, Goalie Schlager und Lainer retteten im Verbund (27.).

Austria vs Denmark

Österreich gelang es in Folge, die Passivität ein wenig abzuschütteln, die Spieleröffnung aus der Innenverteidigung funktionierte, in der Offensive hatte man zwischen den dänischen Verteidigungslinien große Probleme den Ball zu behaupten, was auch der Aggressivität der Dänen geschuldet war, die den Raum geschickt und flott verdichteten. So gab es in der ersten Hälfte kaum ein Durchkommen, das zu guten Torchancen führte. Ein vielversprechender Schuss von Baumgartner strich am langen Eck vorbei (42.).

Vierfach-Schlag

Nach der Pause prolongierte Österreich das Bemühen, Dänemark übte sich in Geduld und schlug dann mit Wucht und viel Qualität zu. Nahezu mühelos kombinierte man sich nach vorne, die Österreich wurden regelrecht zu Statisten. Der eingewechselte Skov Olsen schloss einen Angriff über die linke Seite zum 1:0 ab (58.). Das Unheil nahm seinen Lauf, Maehle erhöhte nach flotter Kombination auf 2:0 (63.). Österreich lief nur noch hinterher.

Austria vs Denmark

Ebenso Torhüter Schlager, der beim weiten Rauslaufen gegen Braithwaite zu spät kam, Hœjberg bedankte sich mit dem 3:0 (67.). Der Bitterkeit nicht genug, traf Skov Olsen zum zweiten Mal und verpasste Österreich, in Auflösung begriffen, den vierten Stich des Abends.

Die historisch hohe Niederlage beschert viel Kopfweh in Hinblick auf die EURO.

Schottland hat mit einem 4:0-(1:0)-Heimsieg über Außenseiter Färöer Österreich überholt und ist nun mit fünf Punkten Zweiter der Gruppe F der Fußball-WM-Qualifikation.

Israel gewann zeitgleich nach 0:1-Rückstand in der Republik Moldau 4:1 (1:1) und hält nun wie das ÖFB-Team nach den ersten drei Matches bei vier Zählern. Die Gastgeber waren allerdings ab der 50. Minute nur noch zu zehnt, nachdem Ion Nicolaescu wegen einer Tätlichkeit ausgeschlossen worden war.

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