Sport | Fußball
13.09.2018

Heftiges Programm mit mehr Alternativen für Rapid

Djuricins Ausblick: Viele Spiele stehen den Hütteldorfern, die weniger Verletzte beklagen, bevor.

14 Tage mit fünf Spielen in drei verschiedenen Bewerben: Dieses heftige – und richtungsweisende – Programm wartet auf Rapid nach der Länderspielpause.

Los geht es am Sonntag mit dem Heim-Derby gegen die Wiener Austria, am Donnerstag (20. September) startet die Europa League gegen Spartak Moskau. Die heiße Woche endet in Salzburg (23. September), gegen den einzigen Liga-Gegner, den Goran Djuricin in seinen 19 Monaten als Cheftrainer noch nicht besiegt hat.

Durchschnaufen ist danach nicht erlaubt: Die Hütteldorfer haben sich darauf eingeschworen, einen Titel zu gewinnen. Also muss im Cup in Mattersburg am Mittwoch, 26. September, gewonnen werden. Der Fußball-Monat endet am 29. September mit einer Samstag-Partie gegen das Überraschungsteam St. Pölten in Hütteldorf. Spätestens nach dem Duell mit SKN-Trainer Kühbauer wird klarer sein, ob Djuricin seine Position dauerhaft festigen konnte.

Heikle Rotation

„Wir haben in der Pause sehr intensiv gearbeitet, um auch noch einmal mehr Kraft zu bekommen. Für so ein Training wird in den kommenden Wochen nämlich kaum Zeit sein“, erklärt Djuricin. „Es muss jedenfalls bei diesem Programm rotiert werden. Das sollte dann besser funktionieren als im August.“

Optimistisch stimmt den Wiener, dass der Konkurrenzkampf im Kader zugenommen hat: Stürmer-Einkauf Andrija Pavlovic ist voll fit. „Ein Mann mit seiner Klasse kann auch als Joker Goldes wert sein“, rechnet Djuricin.

Ebenso voll im Einsatz ist Langzeit-Ausfall Christopher Dibon. „Er soll aber noch bei Rapid II Match-Praxis sammeln.“ Mindestens zwei Wochen lang werden hingegen noch die Außenverteidiger Boli Bolingoli und Manuel Thurnwald fehlen.

Philipp Schobesberger absolviert derzeit schon weite Teile des Mannschaftstrainings. „Wenn er in einem Monat voll fit wäre, ist das nach seiner Hüft-OP schon ein Erfolg“, meint Djuricin.

Hoffnung für Mocinic

Und dann gibt es noch die beiden größten Sorgenkinder der Hütteldorfer: Ivan Mocinic und Tamas Szanto, die nach Knorpelschäden schon lange um ihre Comebacks kämpfen. Während Szanto nach einer weiteren OP an der Kniescheibe noch mehrere Monate fehlen wird, gibt es bei Mocinic wieder Hoffnung. „Die Reha in Pula hat ihm wirklich gutgetan. Ivan kann im Training fast alles mitmachen. Wenn das so weitergeht, könnte er im Oktober ein Thema für ein Comeback bei Rapid II werden.“ Gegenüber Sky Sport Austria meinte der Kroate: „Die nächsten beiden Monate werden die wichtigsten meiner Karriere.“ Djuricin will nicht zu viel Druck ausüben: „Erst im Winter werden wir gemeinsam über die Zukunft bei Rapid entscheiden.“

Alexander Huber