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Kempes, Gorosito und Maradona: Diese Argentinier spielten in Österreich

Geniale Momente, spektakuläre Tore, aber auch schräge Typen - so präsentierten sich die argentinischen Fußballer in der österreichischen Liga.
Mario Kempes (li.) im Trikot von St.Pölten mit Pipo Gorosito, dem legendären Spielmacher des FC Tirol

Die Klubs der österreichischen Bundesliga pflegten immer wieder den Doppelpass mit argentinischen Fußballern. Wenngleich Legionäre aus anderen Ländern in der heimischen Liga deutlich höher im Kurs standen: 

29 Argentinier

Deutschland (253 Legionäre) ist in diesem Ranking die klare Nummer 1, es folgen Kroatien (155) und Serbien (100). Argentinien findet sich erst an der 19. Stelle wieder, 29 Spieler aus dem Land des dreifachen Weltmeisters waren in der Bundesliga am Ball.

Nicolas Capaldo war der bislang letzte argentinische Fußballer in Österreich. Der Mittelfeldmann spielte von 2021 bis 2025 für Salzburg

Nicolas Capaldo war der bislang letzte argentinische Fußballer in Österreich. Der Mittelfeldmann spielte von 2021 bis 2025 für Salzburg

Die Legenden

Gegen Ende der 1980er-Jahre spielten die besten und prominentesten Argentinier in Österreich. Allesamt waren sie Publikumslieblinge und sorgten auf den Tribünen mit ihren Tricks und Toren für Staunen.

  • Mario Kempes

Man stelle sich das heute einmal vor: Ein Weltmeister und WM-Torschützenkönig (1978) schlägt in der österreichischen Fußball-Provinz auf. Einfach undenkbar. Mario Kempes wechselte 1986 zur Vienna und blieb dort eine Saison.

Danach trug der Stürmer mit der wallenden Mähne noch drei Jahre erfolgreich das Trikot von SKN St.Pölten (34 Tore in 96 Spielen), ehe er seine Zeit in Österreich beim Kremser SC ausklingen ließ.

  • Jose Percudani

Der kleine Argentinier hatte bei der Wiener Austria ein schweres Erbe anzutreten: Jose Percudani wurde als Ersatz für Goalgetter Toni Polster engagiert, der den Verein Richtung AC Torino verlassen hatte.

Der argentinische Angreifer, der mit CA Independiente die Copa Lipertadores und den Weltpokal gewonnen hatte, erfüllte diese Mission mit Bravour: In 64 Spielen für die Austria erzielte er 40 Treffer.

Pipo Gorosito und Peter Pacult waren beim FC Tirol ein geniales Duo

Pipo Gorosito und Peter Pacult waren beim FC Tirol ein geniales Offensiv-Duo

  • Nestor Gorosito

Der Spielmacher kam 1989 von San Lorenzo zum FC Tirol und war damals argentinischer Teamspieler. Gleich bei seinem ersten Auftritt verblüffte "Pipo", wie er von allen genannt wurde, mit seiner einzigartigen Schusstechnik. Beim Auswärtsmatch in Steyr traf er aus 40 Metern mit einem Flatterball.

Pipo Gorosito bei seinem ersten Match im Tirol-Trikot in Steyr

Pipo Gorosito bei seinem ersten Match im Tirol-Trikot in Steyr. Man beachte, wie nah damals die Fans am Spielfeld waren.

Gorosito gewann mit dem FC Tirol 1989/'90 den Meistertitel und wurde 1991 Österreichs Fußballer des Jahres. Neben seinen 22 Toren in 77 Partien blieb vor allem ein Match in Erinnerung, in dem der geniale Spielmacher nicht mitspielen durfte.

Als der legendäre argentinische Teamchef Carlos Bilardo (Weltmeister 1986) vor dem WM-Turnier 1990 in Italien extra nach Innsbruck anreiste, um Gorosito auf die Beine zu schauen, stellte ihn der damalige Tirol-Trainer Ernst Happel einfach nicht auf und degradierte ihn zum U-21-Team. Das war der Grund, weshalb Gorosito dann auch nicht im WM-Kader dabei war.

Die Verlässlichen

Einige argentinische Spieler schafften es, irgendwann zum Inventar ihrer Klubs zu zählen und erwiesen sich als verlässliche Stützen und Leistungsträger. Die Show überließen sie aber meist den anderen.

  • Fernando Troyanski

Der erklärte Lieblingsspieler von Frank Stronach ist mit 186 Bundesliga-Einsätzen der argentinische Rekordmann. Troyanski lief für die Austria, die Admira, FC Kärnten und Wr.Neustadt auf und ließ später seine Karriere in Leobendorf ausklingen.

  • Carlos Chaile

Der kompromisslose Innenverteidiger war jahrelang für Pasching und Kärnten am Ball und bestritt 169 Bundesliga-Partien. Seine letzte Station in Österreich war Spittal.

  • Ezequiel Carboni

Der Mittelfeldmann war in der Beginn der Ära Red Bull Salzburg mit von der Partie und gewann 2006/'07 unter Startrainer Giovanni Trapattoni den Meistertitel. Nach drei Saisonen in Österreich zog Carboni nach Italien weiter.

Die Flops

  • Hugo Maradona

Der kleine Bruder der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona war für den Hugo. Drei Partien bestritt Hugo Maradona 1990 für Rapid, dann musste er Hütteldorf wieder verlassen. Mehr als einen berühmten Namen hatte er nicht zu bieten.

  • Adrian Czornomaz

Der Stürmer wurde den Rapid-Fans bei seiner Verpflichtung im Jahr 1992 als "argentinischer Van-Basten" vorgestellt. Davon war Czornomaz in etwa so weit entfernt wie Hütteldorf von Buenos Aires. In seinen drei Ligaspielen erzielte der Stürmer null Tore.

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