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Sport
08/11/2019

Kempes & Krankl im Legenden-Talk: "Hysterie ist nicht mehr normal"

Kempes und Krankl im verbalen Doppelpass: Über die Vienna, Messi und die Entwicklung des Fußballs.

von Wolfgang Winheim

Am 22. August wird die Vienna 125 Jahre alt. Mario Kempes kommt zur Geburtstagsfeier aus den USA angeflogen. So wie der argentinische Weltmeister spielte auch Österreichs 78er-WM-Held Hans Krankl vorübergehend bei der (inzwischen in die vierte Liga abgerutschten) Vienna. In Wien waren sie 1986, als Kempes sein Vienna-Debüt feierte und Krankl für den Sportclub stürmte, Gegner im mittleren Play-off.

Ansonsten orten K & K viele Gemeinsamkeiten. Beide wurden bei der WM 1978 internationale Größen. Beide wurden in Spanien Schützenkönig. Beide wollen nicht mehr Trainer sein. Beide sind TV-Analytiker. Beide beneiden die heutigen Stars nicht um ihre übszön hohen Gagen.

KURIER: Abgesehen von Ihren Toren – gab es bei der WM 1978 in Argentinien ein Schlüsselerlebnis, das sie nie vergessen werden?

Kempes: Es gab kein Schlüsselerlebnis. Ich lernte aber etwas fürs Leben: Wenn du eine Mannschaft hast, diese auf ein Ziel einschwörst und jeder seine persönlichen Ziele hinten anstellt, kann man erreichen, wovon man träumt.

Krankl: Córdoba, das weiß eh ein jeder. Weil es amol im 50 Jahren passiert, dass Österreich gegen Deutschland ein Bewerbsspiel g’winnt.