Sport | Fußball
04.02.2018

Reals Talfahrt geht weiter, Zidane wütend

Der Titelverteidiger erreicht nur ein 2:2 bei Levante und liegt schon 18 Punkte hinter Leader Barcelona.

Real Madrid hat sich am Samstag in der spanischen Liga mit einem Auswärts-2:2 gegen Levante begnügen müssen. Der Titelverteidiger festigte aber dennoch den zur Champions-League-Teilnahme berechtigenden vierten Platz, weil der Fünfte Villarreal zuvor bei Betis Sevilla 1:2 verloren hatte.

Reals Vorsprung auf Villarreal beträgt nach Verlustpunkten gerechnet fünf Zähler. Auf Spitzenreiter FC Barcelona fehlen den "Königlichen" aber schon 18 Punkte.

Die Madrilenen waren gegen den Tabellen-17. durch Sergio Ramos (11.) und Isco (81.) zweimal in Führung gegangen. Levante erkämpfte dank der Treffer von Emmanuel Boateng (42.) und Giampaolo (89.) noch einen Punkt.

Wankelmütig

"Von der besten Mannschaft der Welt zur schlechtesten in der gesamten Geschichte Real Madrids innerhalb von nur sechs Monaten", urteilte die Sportzeitung Marca am Sonntag. Zu wankelmütig präsentieren sich die Real-Stars, zu unsicher agiert die Defensive. Das jüngste 4:1 beim Tabellendritten Valencia war offenbar doch nur ein Strohfeuer. Davor hatte sich Real bereits mit dem Cup-Aus gegen Leganes blamiert.

Zweimal führten die Madrilenen bei Levante. Nach einem Gegentreffer in der 89. Minute gab es erneut lange Gesichter. "Ich bin wütend über das Ergebnis. Es ist hart, das hinzunehmen", sagte Zidane. "Wir hätten nach unserem zweiten Tor eigentlich nur den Ball kontrollieren müssen, nichts mehr. In der Abwehr waren wir nicht gut."

Der Franzose, im Sommer nach dem zweiten CL-Titel in Serie und selbst im Dezember nach der erfolgreichen Klub-WM noch gefeierter Held, steht zunehmend in der Kritik. Das Champions-League-Achtelfinale gegen Paris St. Germain könnte zum Schicksalsduell werden. Das Hinspiel in Madrid steigt bereits am 14. Februar.

"Zehn Tage vor dem nächsten Champions-League-Spiel kommt Zidanes Madrid nicht auf die Füße", kritisierte die Zeitung Sport. "Der französische Coach findet einfach kein Rezept." Dazu brüskierte Zidane mit der Auswechslung in Minute 82 auch noch Superstar Cristiano Ronaldo. Der Weltfußballer würdigte seinen Trainer danach keines Blickes. "Keinem Fußballer gefällt es, ausgewechselt zu werden, aber Ronaldo am allerwenigsten", schrieb die Zeitung La Vanguardia.