Antreiber: Julian Baumgartlinger betrachtet die Nations League als Vorbereitung auf die EURO 2021.  

© EPA/TOMS KALNINS

Sport Fußball
09/02/2020

ÖFB-Kapitän Baumgartlinger: "Bei uns bleibt nicht viel hängen"

Julian Baumgartlinger und seine Kollegen können mit den Corona-Umständen sehr gut umgehen.

von Alexander Strecha

Die Spieler haben sich schon längst an die neue Normalität gewöhnt, deren Regeln das Corona-Virus im März dieses Jahres aufgestellt hatte. Die Freude über die Möglichkeit, den Beruf doch wieder ausüben zu können überwiegt bei Weitem manche Unannehmlichkeit im Kicker-Alltag. Julian Baumgartlinger, Kapitän des ÖFB-Teams und Profi durch und durch, ortet überhaupt keine zusätzlich verursachten Probleme. „Bei uns Spielern selbst bleibt organisatorisch kaum etwas hängen, es wird für uns soweit gesorgt, dass wir uns diesbezüglich keine Gedanken machen brauchen. Wir werden häufig auf Corona getestet, alles andere wird rundherum vom Team rund um die Mannschaft erledigt.“

Insgesamt fünf Mal unterziehen sich die Spieler einem Corona-Test rund um die zwei Spiele in der Nations League am Freitag in Oslo gegen Norwegen und am Montag kommender Woche in Klagenfurt gegen Rumänien. Beides natürlich Geister-Länderspiele, die ersten in der Geschichte des ÖFB. „Beim Nationalteam ist es vielmehr eine logistische Frage, allein schon die Flüge zur Anreise der Spieler sind in diesen Zeiten eine echte Herausforderung“, weiß Baumgartlinger den Aufwand zu schätzen.

Flexibel im Neuland

Von den Spielern war in den vergangenen Monaten vielmehr Flexibilität gefragt. Zunächst betraten auch sie mit ihrem speziellen „Homeoffice“ Neuland.

Ausdauerläufe in der Umgebung des Wohnsitzes, Krafttraining in den eigenen vier Wänden, Fahrten auf dem Ergometer vor dem Fernseher. Ein nebulöses Fithalten ohne Licht am Ende des Tunnels, ohne konkrete Angaben, wann wieder im Kollektiv gearbeitet werden darf.

Leverkusen-Legionär Baumgartlinger vollendete doch noch die Saison in Deutschland, ebenso wie die Kollegen in Österreich. „In erster Linie war die Verlängerung der Saison nach der Corona-Unterbrechung eine Herausforderung und eine Umstellung. Vor allem, weil wir mit Leverkusen vor dem Finalturnier in der Europa League noch eine weitere Pause hatten.“

Der Rhythmus war plötzlich ein ganz anderer als sonst, Urlaubspläne mussten, wie bei fast allen Menschen, in diesem Sommer über den Haufen geworfen werden. Der 32-Jährige weiß, dass dies bei Profi-Kickern ein Jammern auf hohem Niveau wäre. „Der US-Sport zum Beispiel lebt derzeit wirklich in einer Blase. Für uns Fußballer gestaltet sich das zum Glück etwas anders, wir haben auch noch ein Privatleben neben dem Beruf.“

Perfekter EURO-Test

Seit Montag sind Baumgartlinger und seine Kollegen wieder ausschließlich Berufskicker, die sich auf zwei Bewerbspiele, die ersten seit neun Monaten für Österreich, vorbereiten. Eine Schwangerschaft lang mussten sie darauf warten. „So gesehen war es eine schwere Geburt“, schmunzelt der Kapitän.

„Ich freue mich jetzt umso mehr darauf, wieder alle zu sehen und spielen zu können. Das letzte Länderspiel hat ja im November 2019 in Riga stattgefunden.“ Die Nations League nimmt er zu 100 Prozent ernst. „Sie ist ein Bewerb und vor allem eine Chance, sich ideal auf die EURO 2021 vorzubereiten. Noch dazu, weil wir gegen Rumänien spielen.“ Das ist ein möglicher Gegner bei der EURO.

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