Stefan Schwab hat eine halb-italienische Freundin.

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Europa League
10/19/2016

Italien-Experte Schwab kennt Rapids EL-Gegner

"Sassuolo ist kein typisch italienisches Team", erklärt Rapids Mittelfeldmotor.

von Alexander Huber

US Sassuolo? Viele bei Rapid wussten bei der Auslosung nicht, wohin mit den Italienern. Sicher, der Sechste der Serie A muss stark sein. Aber was ist von diesem Europacup-Debütanten wirklich zu erwarten?

Stefan Schwab konnte schon damals im Detail erklären, wie schwierig die morgige Aufgabe für die Hütteldorfer werden wird. "Sassuolo ist kein typisch italienisches Team. Sie spielen mit einer eher jungen Mannschaft attraktiven Fußball. Sie suchen ihr Heil in der Offensive, so wie vor der Länderspielpause beim 3:4 gegen Milan", erklärt der Rapid-Kapitän.

Im Gegensatz zu den Hütteldorfern konnte das Team aus der Nähe von Modena, Bologna und Parma am Wochenende wieder Selbstvertrauen gewinnen – mit der späten Wende zum 2:1 gegen Nachzügler Crotone. "Aber sie sind schlagbar, das hat Genk in unserer Gruppe vorgezeigt", betont Schwab.

Italienurlauber

Woher hat der Mittelfeldmotor eigentlich seine Liebe für den italienischen Fußball? "Ich bin mit der Familie als Kind oft nach Italien auf Urlaub gefahren. Da hab’ ich viel Fußball geschaut", erzählt der gebürtige Saalfeldener. Lieblingsspieler? "Das war Alessandro Del Piero. Ein richtig geiler Fußballer."

Das Faible für bella italia hielt auch privat an: "Meine Freundin hat eine italienische Mutter. Sie haben eine große Familie in Italien und sie ist beruflich oft dort." Schwab begleitet sie manchmal, was ihm bei Rapid den Spitznamen "Schwabello" einbrachte. "Mein Italienisch ist nicht gut, aber okay. Es reicht, um mit dem Kapitän von Sassuolo ein paar Worte zu wechseln."

Und dann, wird die Krise bei Rapid ein Ende finden können? Schwab bleibt optimistisch: "Es zeigt sich in der Europa League wieder, wie wichtig Heimstärke ist. Das haben wir gegen Genk auch bewiesen. In Hütteldorf müssen wir gewinnen, auch wenn Sassuolo richtig stark ist. Sonst wird es mit dem Ziel – wieder aufzusteigen – richtig schwer."