Martin Harnik gelang im Cup ein Doppelpack.

© APA/AFP/FRANCISCO LEONG

Fußball
10/26/2016

DFB-Pokal: Harnik trifft doppelt, Alaba einmal

Darmstadt und Mainz sind ausgeschieden, Sensation durch Viertligisten Walldorf.

Mit einem Doppelschlag binnen einer Minute hat Martin Harnik am Mittwochabend einen wertvollen Beitrag zu einem Kantersieg von Hannover 96 im deutschen Fußball-Cup geleistet. Mit dem SV Darmstadt und Mainz 05 verabschiedeten sich in der zweiten Runde zwei Bundesligisten aus dem Bewerb. Darmstadt zog gegen FC Astoria Walldorf aus der vierten Liga 0:1 den Kürzeren.

Relativ mühelos ist Titelverteidiger Bayern München ins Achtelfinale eingezogen. Mit 3:1 gewannen die Bayern zu Hause gegen den FC Augsburg. Bei den Gästen kamen Martin Hinteregger und Reservist Georg Teigl zum Einsatz, David Alaba veredelte einen Kurzeinsatz mit einem Tor. Schalke setzte sich gegen Nürnberg knapp mit 3:2 durch.

Trainer Peter Stöger hat sich einmal mehr bei seinem Topscorer Anthony Modeste bedanken können. Mit seinem Treffer in der ersten Minute der Verlängerung bescherte der Franzose dem Heimteam einen 2:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim und den Achtelfinal-Einzug. Für die Gäste war es in dieser Saison die erste Pflichtspiel-Niederlage.

Lange brauchte Borussia Dortmund für den Achtelfinal-Aufstieg. Nach einem 1:1 nach 120 Minuten setzte sich der BVB vor eigenem Publikum gegen den Zweitligisten Union Berlin mit 3:0 im Elfmeterschießen durch. Bei den Berlinern spielte Christopher Trimmel durch, Emanuel Pogatetz saß auf der Bank. Philipp Hosiner wurde in der 39. Minute eingewechselt und verschoss den dritten Penalty seines Teams, indem er nur die Latte traf.

Alaba brauchte wenig Zeit

Hinteregger agierte in der Dreierkette als zentraler Mann, auf der rechten Außenbahn spielte Teigl. Der Niederösterreicher, der im Sommer von RB Leipzig gekommen war, durfte erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an für die Augsburger ans Werk. In der 60. Minute wurde er ausgewechselt, während Hinteregger durchspielte. Alaba kam in der 89. Minute für Julian Green aufs Feld und düpierte Augsburg-Goalie Marvin Hitz wenig später mit einem Weitschuss von der linken Strafraumecke ins kurze Eck.

Philipp Lahm sorgte für einen Blitzstart der Bayern. Der Kapitän setzte sich auf der rechten Seite gekonnt in Szene setzte und schloss in der zweiten Minute zur Führung ab. Der knapp über 1,70 Meter große Green, überraschend für Robert Lewandowski im Sturmzentrum aufgeboten, erhöhte nach Müller-Flanke in der 41. Minute per Kopf.

Ein Handspiel von Teigl im Strafraum führte in der 56. Minute zu einem Elfmeter für Bayern, den Thomas Müller aber über das Tor jagte. Bayern-Keeper Manuel Neuer hatte zuvor einen Strafstoß des Südkoreaner Koo Ja-cheol abgewehrt. Sein Landsmann Ji Dong-Won (61.) machte es besser und erzielte immerhin den Anschlusstreffer. Alaba sorgte mit dem 3:1 in der dritten Minute der Nachspielzeit endgültig für klare Verhältnisse.

Schalke gewann in Nürnberg

Schalke 04 fixierte gegen den 1. FC Nürnberg den fünften Sieg in den jüngsten sechs Pflichtspielen. Jewgeni Konopljanka (20., 45.) und Klaas-Jan Huntelaar (31.) hatten den Bundesligisten bis zum Pausenpfiff mit 3:0 in Führung geschossen, Abdul-Rahman Baba mit einem Eigentor (59.) und Tobias Kempe per Foulelfmeter (68.) machten es aber dann noch einmal spannend. Guido Burgstaller spielte für Nürnberg durch, bei Schalke wurde Alessandro Schöpf in der 80. Minute eingewechselt.

Das Spiel in Hannover lief nur in eine Richtung. Harnik, der nach seiner Verletzungspause wegen einer Wadenblessur erstmal wieder von Beginn an spielte, netzte in der 15. sowie in der 16. Minute ein. Der zweite Treffer bedeutete in dem Zweitliga-Duell die 4:0-Führung für seine Mannschaft und damit die Entscheidung. Später leistete der Österreicher die Vorarbeit zum 5:1 durch Felix Klaus. In der 67. Minute wurde Harnik, der erst am Sonntag ein 45-Minuten-Comeback gegeben hatte, ausgewechselt.

Darmstadt unterlag sechs Stundenten

Darmstadt blamierte sich beim letzten im Cup verbliebenen Viertligisten bis auf die Knochen. Der krasse Außenseiter Astoria Walldorf aus der Regionalliga Südwest, der mit sechs Studenten in der Startelf antraten, kam vor 4.000 Zuschauern nur in der Anfangsphase kurz ins Schwitzen. Ein Tor von Nico Hillenbrand in der 32. Minute bescherte den Amateuren aus Nordbaden den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale, der mit mehr als einer halben Million Euro versüßt wird.

Eine Bauchlandung legte auch der FSV Mainz hin. Der Bundesliga-Neunte wurde für eine träge Vorstellung gegen die SpVGG Greuther Fürth bestraft und verlor 1:2. Veton Berisha, der Bruder von Salzburg-Profi Valon Berisha, erzielte erst in der 90. Minute den umjubelten Siegestreffer, nachdem zuvor Sercan Sararer (79.) die Führung des Bundesligisten durch Joker Jhon Cordoba aus der 68. Minute ausgeglichen hatte.

Der Wiener Karim Onisiwo spielte für die Gäste durch, in der 49. Minute gab der Ex-Mattersburger aus der Drehung den ersten gefährlichen Schuss ab. Bei Greuther Fürth wurde Robert Zulj in der 92. Minute ausgetauscht.

Der VfL Wolfsburg setzte sich beim 1. FC Heidenheim mit Glück 1:0 durch. Mit seinem entscheidenden Treffer setzte Mario Gomez (49. Minute) der Wolfsburger Unserie von sieben Pflichtspielen ohne Sieg ein Ende. Für den deutschen Nationalspieler war es erst das zweite Pflichtspieltor im VfL-Trikot nach seinem Debüt im Sommer. Der früherer Grödig-Mittelfeldspieler Martin Rasner kam bei Heidenheim nicht zum Einsatz.

Gesammelte Ergebnisse der 2. Cup-Runde

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