Luiz Adriano: Fünf Tore in einem Spiel – nun wird sein Name in einem Atemzug mit Messi genannt.

© REUTERS/VASILY FEDOSENKO

Champions League
10/23/2014

Halbzeit in der CL-Gruppenphase

Eine Übersicht über Premieren, Rekorde und Bestmarken.

Die Hälfte der Gruppenphase ist vorbei. Die ersten drei Runden der Champions League waren aber spannend. Eine Übersicht über Premieren, Rekorde und Bestmarken.

Null Tore hatte Jordan Minew bis Mittwochabend in der Champions League erzielt. Seine Tor-Premiere bescherte Ludogorez Rasgrad den ersten Sieg in der Eliteliga. Minew ist seit 2011 bei Rasgrad und hat überhaupt sein erstes Tor für den Klub erzielt. Sein letzter Treffer gelang dem 34-Jährigen am 2. Mai 2010 für CSKA Sofia.

Drei Tore hintereinander hat Danny Welbeck am ersten Spieltag gegen Galatasaray geschossen – es war der erste Hattrick in der Karriere des Arsenal-Stürmers.

Fünf Tore in einem Spiel hat Lionel Messi am 7. März 2012 beim 7:1 von Barcelona gegen Leverkusen erzielt. Am Dienstag schloss Luiz Adriano zu ihm auf: Der 27-jährige Brasilianer war ebenso oft wie Messi für Schachtar Donezk bei 7:0 gegen BATE Borisow erfolgreich.

Sechs Tore hat Luiz Adriano insgesamt erzielt (eines gegen Porto) – er ist damit nach drei Runden bester Torschütze. Reals Karim Benzema brachte es auf vier.

65 Jahre wurde Arsène Wenger am Mittwoch. Offensichtlich erinnerten sich seine Spieler erst spät daran, ein Geschenk für ihren Trainer zu besorgen. Kieran Gibbs (89.) und Lukas Podolski (92.) machten gegen Anderlecht aus einem 0:1 noch ein 2:1.

143 Spiele hat Xavi im Hauptbewerb der Champions League gemacht. Damit überbot er am zweiten Spieltag den bisherigen Rekordhalter Raúl (142). Die Real-Legende wurde am Mittwoch von Real-Tormann Iker Casillas eingeholt. Barça-Trainer Luis Enrique hatte am Dienstag den 144. Einsatz von Xavi verhindert, weil er den 34-Jährigen gegen Ajax auf der Bank ließ.

2193 Pässe hat Bayern München gespielt. Nicht einmal der FC Barcelona kann mit der Mannschaft von Ex-Trainer Josep Guardiola mithalten und kam nur auf 2020 Pässe. Mit Respektabstand folgt Manchester City (1675). Allerdings brachte Barcelona 93 Prozent dieser Pässe zum Mitspieler (Bayern 92 Prozent). Auf 93 Prozent angekommene Pässe kommt auch Schalke, allerdings bei nur 1502 Pass-Versuchen.

333 Pässe spielte Xabi Alonso. Auf den Großmeister des häufigen Passes folgen seine Bayern-Kollegen Lahm (270), Alaba (256) und Benatia (228). Benatia und Alaba kamen dabei auf eine Erfolgsquote von 96 Prozent.

100 Prozent seiner Pässe brachte Liverpools Skrtel an den eigenen Mann (85 Pässe). Schalkes Höwedes war bei 84 von 84 Versuchen top.

33 Prozent der Pässe von Levin Öztunali kamen an. Das heißt, dass der Leverkusen-Youngster bei drei Versuchen zwei Fehlpässe hatte. Allerdings stand der 18-Jährige auch nur in einem Spiel 20 Minuten auf dem Feld.

41.023 Meter hat Swetoslaw Djakow von Rasgrad in 265 Minuten zurückgelegt. Basels Mohamed Elney brachte es in 270 Minuten auf 40.645 Meter.

10 Fouls beging Leverkusens Lars Bender, er wurde aber auch zehn Mal gefoult. Javi Garcia von St. Petersburg teilte in 270 Minuten zehn Mal aus, wurde aber nur vier Mal selbst gefoult.

12 Fouls mussten Mario Balotelli von Liverpool und Eden Hazard von Chelsea einstecken – so viele wie kein anderer Spieler.

Real jubelt, Barcelona wartet auf "Beißer" Suárez.

Vor dem Clásico wärmten sich Barcelona und Real standesgemäß mit Siegen auf. Barça gewann am Dienstag 3:1 gegen Ajax, die Madrilenen legten am Tag danach mit einem lockeren 3:0 bei Liverpool nach. Der Titelverteidiger hat damit das dritte Gruppenspiel in Folge gewonnen. Es war der erste Erfolg für die Königlichen gegen die Reds überhaupt.

Nach dem achten Pflichtspielsieg in Folge schrieb die Marca: "Ancelottis Team bietet eine perfekte Kombination von Klasse und Toren. Diese Version von Real ist nicht mehr zu verbessern." Dabei hatte es nach dem verpatzten Saisonstart noch geheißen, dass sich das weiße Ballett "im freien Fall" befinden würde. Immer noch gibt es auf den Erzrivalen vier Punkte Rückstand in der Tabelle.

Als Einstimmung auf den Clásico gibt es schon einige Statistik-Duelle: Cristiano Ronaldo erzielte in Liverpool seinen 70. Treffer in der Champions League, er hat einen mehr als Barcelonas Lionel Messi und liegt nur noch ein Tor hinter dem Allzeit-Führenden Raúl. Noch ein historischer Erfolg für einen Real-Spieler: Iker Casillas egalisierte mit seinem 143. Spiel den von Barcelonas Xavi gehaltenen Einsatzrekord in der Eliteliga.

Ablauf der Sperre

Ab sofort steht einer im Fokus, der diese Saison noch gar nicht gespielt hat: Barcelonas Neuzugang Luis Suárez könnte ausgerechnet im Clásico sein Debüt geben. Die Partie beginnt am Samstag in Madrid um 18 Uhr und damit genau 18 Stunden nach dem Ablauf der Sperre des 27-Jährigen. Der Stürmer aus Uruguay hatte mit seiner Beißattacke gegen den Italiener Chiellini bei der WM für weltweite Empörung und eine viermonatige Sperre

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